Helmut Schneeweis ist Hobbyfilmer

Film über Mohnblüten für Bundeswettbewerb qualifiziert

Sein Werkzeug: Helmut Schneeweis mit seiner Kamera bei der Arbeit. Die Sequenzen schneidet er nicht am Computer, sondern mit einem extra Schneidesystem. Foto: Wüstefeld

Bad Sooden-Allendorf.  Mit seinem Film über die Mohnblüte hat sich Helmut Schneeweis aus Kleinvach für den Bundeswettbewerb für Dokumentarfilme qualifiziert. Elf Minuten ist der lang - gearbeitet hat er daran über ein Jahr.

Eigentlich, erzählt Helmut Schneeweis, waren seine Filmfreunde der Eschweger Schmalfilmamateure skeptisch, als er denen seine Sequenzen zu der Mohnblüte in Germerode gezeigt hat. Doch deren konstruktiven Verbesserungsvorschläge und sein Talent haben dann doch was Großes rausgebracht: Der Film „Mohnfaszination in Pink“ hat es bis zum Bundeswettbewerb für Dokumentarfilme geschafft. Der ist vom 24. bis zum 26. April, die fünfköpfige Jury wählt dann zwischen 49 Filmen den Sieger aus.

Filmen sei schon lange ein Hobby von ihm, sagt Schneeweis, der in Kleinvach bei Bad Sooden Allendorf zuhause ist. Deswegen sei er immer auf der Suche nach interessanten Themen für seine Projekte, in der Mohnblüte hat er eines gefunden - und sich über ein Jahr damit auseinandergesetzt.

„Filme sind nur dann interessant, wenn sie auch eine Geschichte erzählen“, ist sich der 76-Jährige sicher. Nur Bilder von der rosa blühenden Pflanze einzufangen, wäre also wenig aussagekräftig gewesen. Deshalb habe er sich hingesetzt und einen Fragenkatalog ausgearbeitet: „Eingefallen sind mir so um die 70, das war dann mein Gerippe für den Film.“

Beantwortet hat ihm die Fragen Björn Sippel, Betreiber der Mohnfelder. Der ist in dem Film häufig zu sehen, erklärt schrittweise, wie die Pracht der rosafarbenen Blüten auf die Felder kommt. „Meine Aufgabe war es dann, die verschiedenen Sequenzen zusammenzufügen und mit der richtigen Musik zu unterlegen“, erzählt Schneeweis. Drei Stunden Filmmaterial habe er zusammengetragen, aus denen letztendlich ein elfminütiger Film wurde.

„Den habe ich zuerst den anderen Mitgliedern des Clubs gezeigt“, sagt Schneeweis. Anschließend habe er den Film nochmal überarbeitet und dann beim Regionalwettbewerb eingereicht - mit Erfolg. Der dort erreichte zweite Platz reichte aus, um sich für den Landeswettbewerb zu nominieren - wo ebenfalls der zweite Platz eingefahren wurde. „Und das war meine Fahrkarte zu dem Bundeswettbewerb“, sagt der 76-jährige leidenschaftliche Taucher und lacht.

Dass dort einer seiner Filme gezeigt wird, ist für ihn nichts Neues: Bereits zum vierten Mal hat er sich für den Bundeswettbewerb qualifiziert. „Schön wäre eine Auszeichnung natürlich trotzdem.“

Der Film von Schneeweis ist am Mitte Mai auf der Homepage des Werra-Meißner-Kreises zu sehen: www.werra-meissner-kreis.de.

Von Constanze Wüstefeld

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