Programm sorgte für Besucherrekord bei Messe „Technik zum Anfassen“

Will Kinder und Jugendliche für Technik begeistern: Marcel Burhenn (links) Student der Elektrotechnik an der Universität Kassel, erklärte geduldig den Aufbau von Festplatten. Foto: Schröter

Witzenhausen. „Technik zum Anfassen" hieß es am Sonntag auf dem Gelände der Deula/HeRo in Witzenhausen, wo der Verein Mint im Werra-Meißner-Kreis seine beliebte Messe für Jung und Alt veranstaltete.

Mehrere tausend Menschen kamen und sorgten so bei der vierten Auflage der Veranstaltung erneut für einen neuen Besucherrekord.

„Dieses rege Interesse an den Mint-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie an unserer Messe freut uns natürlich sehr“, sagte der Vereinsvorsitzende Gerd Semmler, der diesmal knapp 50 Aussteller gewinnen konnte und damit ebenfalls für eine neue Bestmarke gesorgt hatte.

Unter dem Motto „Entdecken, Experimentieren, Konstruieren und mehr“ präsentierten Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Verbände und Vereine auf interessante und unterhaltsame Art naturwissenschaftliche Phänomene. Diese ließen die Besucher nicht nur staunen, sondern luden die jüngeren unter ihnen auch zum Ausprobieren ein. Egal ob beim Bauen eines Holzbootes mit Gummimotor, beim Verlöten von Elektronikbauteilen, beim Beobachten eines wie von Geisterhand bewegten Roboters, beim selber Strom produzieren auf dem Fahrrad oder beim Experimentieren mit bunten Flüssigkeiten - bei dieser Messe kam wirklich jeder Besucher voll auf seine Kosten.

„Ich finde diese Veranstaltung toll“, sagte Jonas Tröger, der mit seiner Mutter gerade einen Kuraufenthalt in Bad Sooden-Allendorf verbringt. Der Zwölfjährige aus Zwickau interessiert sich seit jeher für Technik und könnte sich gut vorstellen, einmal einen Beruf in dieser Richtung zu lernen. „Und hier kann man überall mal reinschnuppern“, sagte er. „Ich finde es enorm wichtig, dass Kinder und Jugendliche früh genug einen Einblick in verschiedene Fachbereiche bekommen“, sagte Marcel Brommer vom Kasseler Software-Dienstleister Micromata, der ebenfalls mit einem Stand vertreten war und einem Roboter Leben einhauchte. „Bei der Vielfalt, die hier geboten wird, kann jeder sehen, was ihn interessiert und spielerisch in die Thematik einsteigen“, so Brommer. Das Deula-Gelände bezeichnete er als „besonders gut geeignet für eine solche Messe“, weil die Veranstaltung in mehrere kleine Hallen unterteilt sei und es dadurch etwas ruhiger zugehe als auf vergleichbaren großen Messen.

„Das Ziel unseres Vereines ist es, junge Menschen und speziell Mädchen für die Mint-Fächer zu interessieren“, sagte Semmler. Mit dieser Messe wolle sein Verein auch dem wachsenden Fachkräftemangel entgegenwirken und zeigen, „dass es hier in der Region tolle Arbeitsplätze gibt“.

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