Mord an Grillhütte: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen drei Männer

Hessisch Lichtenau. "Gemeinschaftlicher Mord" lautet die Anklage der Staatsanwaltschaft Kassel gegen drei junge Männer, die den 38-jährigen Waldemar Bitdorf an der Grillhütte Waldfrieden in Hessisch Lichtenau erschlagen haben sollen.

Das teilte Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel auf Anfrage unserer Zeitung am Donnerstagvormittag mit.

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Der Verdacht, dass die drei Männer an der Tötung des zweifachen Familienvaters in der Nacht zum 9. Juli 2013 beteiligt waren, hat sich offenbar erhärtet. Laut Wied haben die Tatverdächtigen, zwei 22 und 27 Jahre alte Männer aus Hessisch Lichtenau und ein 34-Jähriger aus Großalmerode, teilweise Angaben zur Tat gemacht. Zum Tathergang und einem möglichen Motiv macht die Staatsanwaltschaft bis heute keine Angaben.

Die Anklage ist bereits beim Landgericht Kassel eingegangen und zugestellt worden, bestätigt Gerichtssprecher Dr. Jan Blumentritt auf Anfrage. Das Schwurgericht prüfe derzeit die Anklage. Einen Termin für die Hauptverhandlung gebe es noch nicht. Zu prüfen sei auch, ob noch ein Gutachten nötig ist.

Da alle drei Tatverdächtigen seit dem 9. August in U-Haft sitzen, schätzt die Staatsanwaltschaft, dass das Gerichtsverfahren spätestens im Sommer eröffnet wird. Die Tatwaffe, mit der Waldemar Bitdorf erschlagen wurde vermutlich eine Axt oder ein Beil ist bis heute nicht gefunden worden. Mehrfach hatten ganze Hundertschaften von Polizeibeamten das Gelände rund um den Fundort an der Günsteröder Straße nach der Tatwaffe abgesucht.

Mord an Grillhütte: Suche nach Tatwaffe

Auf die Spur der drei Tatverdächtigen kamen die Ermittler der Kriminalpolizei durch von Hinweisen aus der Bevölkerung. Sowohl der Aufruf in der Presse als auch das Fahndungsplakat in Russisch und Deutsch sowie die Befragung an vielen Haustüren brachte die Arbeitsgruppe "Waldfrieden" der Polizei wohl auf die Spur des Trios.

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