Die Musikgruppen von drei Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis zeigten in der Badestadt ihr Können

Musizieren können sie auch

Mit den „Rotjacken“ aus Hundelshausen in der ersten Reihe, gab es am Schluss einen gemeinsamen Auftritt aller teilnehmenden Gruppen unter der Leitung von Kreisstabsführer Edgar Maurer. Foto: Pujiula

Bad Sooden-Allenorf. Die Feuerwehren retten, löschen, bergen, schützen. Und musizieren tun sie auch - und zwar so spielfreudig und gut, dass sie das Publikum begeistern. Wie am Sonntagnachmittag im rappelvollen Kultur- und Kongresszentrum der Badestadt.

Drei Musikformationen von Freiwilligen Feuerwehren aus dem Werra-Meißner-Kreis nahmen am zweistündigen Konzert teil: aus Waldkappel, Hundelshausen und Frankershausen. Drei grundverschiedene Ensembles, die eines gemeinsam haben: Sie spielen alle lustvoll und mit vollem Einsatz. Und so genoss das applaudierfreudige Publikum dieses Musikfest in vollen Zügen. Es wurde viel geboten, Märsche sowieso, aber auch Volksmusik, ein bisschen Pop und heiße südamerikanische Rhythmen.

Den Auftakt machte der Musikzug der Wehr aus Waldkappel, der unter der Leitung der jungen Stabführerin Julia Kleinhenz fünf volkstümliche Melodien spielte: kraftvoll und mit sauberer Intonation.

Und dann betrat der Spielmannszug aus Hundelshausen die Bühne, eine relativ kleine Gruppe und schön anzuschauen in ihren schmucken roten Jacken. Unter der Leitung von Edgar Maurer gefielen sie unter anderem mit dem beliebten Sousa-March „El capitán“, dem rhythmisch heißen „Cumbachero“ und vor allem mit einer großartig gespielten „Drum parade“.

Und zum Schluss der Fanfaren- und Musikzug Frankershausen, der eigentlich in einer eigenen Liga spielt: Denn zahlenmäßig wie auch in der Vielfalt der Instrumente und Qualität der Interpretationen wirk er geradezu wie ein komplettes Blasorchester.

Die Frankershäuser spielten so anspruchsvolle Stücke wie der Marsch Herzog von Braunschweig, ein Medley „Lord of the Dance“ und den Markgröninger Marsch. Wie sie unter der Leitung von Otto Koppe und Edgar Maurer spielten war eine Klasse für sich. Zum Schluss spielten alle Musikgruppen zusammen eine fetzige Samba für Fanfaren. Und nach dem Applaus gab es als Zugabe den prachtvollen Fehrbelliner Reitermarsch.

Die charmante Kerstin Saalfeld-Koppe hat souverän als Moderatorin durch das Konzert geführt. Und der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Stefan Reuß, hat in seinem Grußwort auf die Verdienste der Freiwilligen Feuerwehren gebührend hingewiesen - wie auch auf die Schwierigkeiten - auch finanzieller Art -, mit denen sie zur Zeit zu kämpfen haben.

Von Francisco Pujiula

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