Fahrt war die größte Herausforderung

Papierwerk DS Smith montierte neuen, acht Tonnen schweren Speicher

Massiv und hoch: Das neue Stärkedepot wurde über Nacht von Österreich nach Witzenhausen transportiert und am Vormittag an das Gebäude montiert. Fotos: Leissa

Witzenhausen. - 20 Meter hoch und 7,5 Tonnen schwer ist das neue Stärke-Silo, das am Mittwoch zum Papierwerk DS Smith in Witzenhausen angeliefert und auch gleich aufgestellt wurde.

Unterwegs hatte der Schwertransporter mit einigen Hürden zu kämpfen, musste zwischenzeitlich auf dem Weg von Österreich über die Stadt Burgberg am Bodensee nach Nordhessen die Autobahn verlassen und Umleitungen nutzen.

Die größte Herausforderung war aber die Fahrt durch Witzenhausen über die Landstraße aus Richtung Ermschwerd und die Bundesstraße 451, sagt der Lastwagenfahrer Maximilian Fürhofer. „Es gab da zwei Ecken, an denen kamen wir nicht so leicht vorbei und mussten minutenlang rangieren“, erzählt Fürhofer. Gegen vier Uhr morgens kam der Schwertransporter mitsamt tonnenschwerer Ladung aber an seinem Ziel auf dem Gelände der Papierverarbeitungsfirma an.

Die Montage des Depots begann gegen 9 Uhr. Mit zwei Kränen wurde der Stärkespeicher vorsichtig angehoben und aufgerichtet. Nachdem die Halterungen des einen Krans entfernt worden waren, hob der zweite das Silo zentimetergenau auf die Stützbalken der sogenannten Anschwemmung. „Darin wird native Stärke aus dem Speicher, gewonnen aus zum Beispiel Kartoffeln, Weizen oder Mais, in Wasser gelöst“, sagt Ralf Schwarzer, Projektleiter der Silo-Anlieferung von DS Smith. „Die Stärke erhöht die Festigkeit in unseren Produkten.“

Mit 24 großen Sechskantschrauben wurde das Silo an dem drei Meter hohen Gerüst rund um die Anschwemmung fest gemacht. Es folgte der Transport der Speicherabdeckung. Dafür hob der Kran in einem Personenkorb Mitarbeiter des Papierwerks den weiten Weg zur Spitze des Silos an, gefolgt von der Anlieferung der einzelnen Bestandteile der Abdeckung, einem Steckfilter und einem Gelände, das das Silo mit dem benachbarten Speicher verbinden wird.

„Bis das neue Depot in Betrieb genommen werden kann, vergehen noch etwa vier Wochen“, sagt Schwarzer. Bis dahin erfolgt der Anschluss der Füllrohre und der Elektronik.

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