197 Menschen müssen insgesamt gehen

Firma Rege entlässt 68 Mitarbeiter am Standort Witzenhausen

Witzenhausen: Die Firma in Witzenhausen teilte am Mittwoch ihren Mitarbeitern die Ergebnisse der Sozialverhandlungen mit.

Die Firma Rege entlässt 197 Mitarbeiter, davon 68 am Standort in Witzenhausen. Nachdem am Dienstag der Sozialplan unterzeichnet wurde, erhielten die Mitarbeiter gestern die Nachricht, wer von den Entlassungen betroffen ist. Diese Mitarbeiter haben die Möglichkeit, entweder zum 1. August in eine Transfergesellschaft zu wechseln oder fristgerecht gekündigt zu werden, teilt Uwe Laubach von der IG Metall mit.

In Witzenhausen waren Ende April diesen Jahres insgesamt 320 Mitarbeiter beschäftigt. Im Werk bei Eisenach waren es rund 850 Personen, in Rumänien 260. Bereits seit Februar habe man sich in Sozialplanverhandlungen befunden, so Laubach. Ursprünglich habe Rege an den drei Standorten 350 Mitarbeiter entlassen wollen. Nun sind es 197 geworden.

Die betroffenen Mitarbeiter aus Witzenhausen haben die Möglichkeit, einen Aufhebungsvertrag ihres Arbeitsvertrags zu unterzeichnen und gleichzeitig einen Anstellungsvertrag bei der Transfergesellschaft zu bekommen. Diese Transfergesellschaft hat die Aufgabe, die Mitarbeiter zum Bespiel durch Qualifizierung in neue Stellen zu bringen. Die Mitarbeiter erhalten während der Zeit Kurzarbeitergeld, zudem gibt es einen Zuschlag der Firma Rege.

Hinter der Firma Rege und ihren Mitarbeitern liegen turbulente Monate. Seit Längerem kämpft das Unternehmen mit Umsatzeinbußen. Dazu kommt der VW-Skandal. Im Jahr 2015 übernahm die indische Firma Amtek das Unternehmen.

Rege Motorenteile wurde 1987 in Witzenhausen gegründet. 1996 kam das Werk in Eisenach hinzu, drei Jahre später wechselte die Firmenzentrale von Witzenhausen nach Eisenach. 2006 wurde der Sitz in Rumänien gegründet. Von der Firma Rege war gestern Nachmittag keine Auskunft zu den neuesten Entwicklungen in der Firmengruppe zu erhalten.

Von Nicole Demmer

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