Polizei hat keine heiße Spur und hofft auf Hilfe der Bevölkerung

Reifenstecher hat schon 53-mal zugeschlagen

Hessisch Lichtenau. Seit mehreren Wochen treibt ein unbekannter Reifenstecher in Hessisch Lichtenau sein Unwesen: Insgesamt 53mal hat der Täter seit dem letzten Septemberwochenende schon zugestochen.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mindestens 10 000 Euro. Das teilte Polizeisprecher Jörg Künstler auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Ohne Skrupel hat der Reifenstecher jetzt sogar zweimal innerhalb weniger Tage die Reifen eines Kleinbusses zerstört, der dem Verein Aktion für behinderte Menschen Werra-Meißner-Kreis (AFBM) gehört. Das erste Mal schlug der Täter in der Nacht zum Freitag zu (wir berichteten). Die zweite Tat ereignete sich in der Nacht zum Dienstag. In beiden Fällen wurden jeweils zwei Reifen zerstochen. Auch vor dem Bus der Aktion-Jugend Hessisch Lichtenau, der auf dem selben Parkplatz steht, hat der Täter nicht Halt gemacht und in der Nacht zu Freitag drei Reifen zerstochen.

Die Polizei hat bislang noch keine heiße Spur und hofft weiterhin auf aufmerksame Bürger und den entscheidenden Tipp aus der Bevölkerung, um den Reifenstecher zu schnappen. „Wir werden alles mögliche tun, um den Täter zu überführen“, sagt Künstler.

Den Kleinbus des Vereins AFBM können behinderte Menschen aus dem Werra-Meißner-Kreis schon seit Jahren kostenlos nutzen. „Der Bus legt im Schnitt etwa 13 000 Kilometer pro Jahr zurück“, sagt Bernd Quittkat, Vorsitzender des Vereins AFBM. Der Bus werde von den Lernhilfeschulen in Witzenhausen, Eschwege, Rommerode und Sontra, der Schule für Praktisch Bildbare in Reichensachsen sowie den Werraland Werkstätten genutzt. Aber auch Einzelpersonen würden sich den Kleinbus leihen. Weil die Reperatur rund 1000 Euro kosten würde, überlegt der Vorstand nun, den Bus abzuschaffen. Hinweise: Polizei Hessisch Lichtenau, Tel. 0 56 02/9 39 30.

Von Alia Shuhaiber

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