Frühlingsfest: Ritter, Gaukler und Handwerker hatten Berlepsch fest im Griff

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Frühlingsfest auf Schloss Berlepsch: Auch ein Ritterturnier gehörte zum Programm. 

Schloss Berlepsch. Ein großes mittelalterliches Spektakulum wurde den weit über 1000 Besuchern beim Frühlingsfest am Wochenende auf Schloss Berlepsch geboten. So war neben mittelalterlichem Markttreiben, auch eine Rittershow zu Pferde zu bewundern und musste eine Burgerstürmung durch die Besucher abgewendet werden.

Als eine bewaffnete Ritterschar das Schloss einnehmen wollte, verhandelte Burgherr Fabian von Berlepsch zunächst mit den Eindringlingen. Als die Verhandlungen scheiterten, forderte er die versammelte Menschenmenge auf, die Ritter und Wegelagerer mit Muskelkraft aus seinem Revier zu vertreiben „Frauen und Kinder nach hinten und starke Männer an die Front“, rief er in die Menge. Erst zögerlich, doch dann mit voller Kraft drängten die Besucher die mit Schild und Schwert bewaffneten Ritter bis vor die Burgtore zurück, sodass die Eindringlinge unter dem Jubel der Menge von dannen zogen und das Fest weitergehen konnte.

Bei der etwa 40-minütigen Rittershow kämpften die Edelmänner Leopold von Hohenfels, Giso von Ebersburg, Siegfried von Wittgenstein und Wilfried Gottfried von Berlepsch auf dem Turnierplatz um die Ehre des tapfersten Ritters.

Mit den in Standestracht eingekleideten Pferden mussten die Ritter zunächst verschiedene Aufgaben lösen. So mussten sie im Ritt Ringe mit einer Lanze von einem Passaganten aufnehmen und Hälse und Köpfe von Gurke und Äpfeln abschlagen, die auf einem Speer aufgespießt waren. Zum Schluss stellten Sie sich auch noch dem „Tjost“, dem direkten Kampf mit der Lanze zu Pferde. Hierbei ritten sie gegeneinander an und versuchten mit der Lanze den Gegenpart vom Pferd zu stoßen.

Aber auch sonst gab es für die Besucher des Frühlingsfestes viel Unterhaltsames. Kinder und Erwachsene konnten sich im Sackabschlagen üben und an der Jacobsleiter versuchen, die zum Berlepscher Parcours gehörte. Wer erfolgreich die Jacobsleiter erklommen hat und beim Bogenschießen, Hufeisen- und Axtwerfen erfolgreich abgeschlossen hat, konnte eine große Berlepscher Wappenscheibe mit nach Hause nehmen. Man konnte aber auch einfach nur zuschauen wie der Schmied eine Pfeilspitze herstellt oder wie aus der gescherten Wolle eines Bergschafes ein Wollbündel gesponnen wird.

Die vielen Stände mittelalterlicher Handwerkskunst wie der Töpferei, der Häupterzier, mittelalterlicher Gewänder oder Brandmalerei luden einfach zum Verweilen ein.

„Es ist ein tolles Flair und einfach nur schön hier“ schwärmte Yvonne Keil aus Burghaun bei Fulda, die mit einer Freundin und ihrer Tochter Yasmine angereist war. (znb)

Frühlingsfest auf Schloss Berlepsch

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