Brandstiftung vermutet

Großeinsatz: Scheune bei Blickershausen in Flammen

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Blick auf die brennende Scheune.

Blickershausen / Ziegenhagen. Ein Scheunenbrand zwischen Blickershausen und Ziegenhagen hat am Montagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Gebäude, was aus mehreren Kilometern Entfernung von der Bundesstraße 80 zu sehen war. Menschen wurden nicht verletzt. Die Höhe des Schadens lag ersten Schätzungen zu Folge bei 40.000 bis 50.000 Euro. In der Scheune, die einem Landwirt aus Ziegenhagen gehört, waren dutzenden Heuballen gelagert. Er hatte sich offenbar noch kurz vorher an dem Gebäude aufgehalten. Gegen 17.20 Uhr sei noch alles in Ordnung gewesen, sagte er der Feuerwehr.

Nach Angaben von Witzenhausens Stadtbrandinspektor Hans-Heinz Staude waren 79 Brandschützer im Einsatz. Sie rückten gegen 18.31 Uhr aus Blickershausen, Ziegenhagen, Gertenbach, Ermschwerd sowie der Kernstadt aus. Die Feuerwehr Hedemünden half mit einem Tanklöschfahrzeug aus. Vor Ort war auch Kreisbrandinspektor Christian Sasse.

Über die Ursache des Feuers wurde zunächst nichts bekannt. Noch am Abend begutachteten Ermittler der Kriminalpolizei die Brandstelle. Polizisten suchten noch während des Brandes nach Spuren auf dem angrenzenden Acker. Polizeibeamte wie Feuerwehrleute hielten es für sehr unwahrscheinlich, dass sich die Scheune von selbst oder durch einen technischen Defekt entzündet haben könnte. Vieles deutete auf Brandstiftung hin.

Bilder der Löscharbeiten

Scheunenbrand in Blickershausen

Erst vor knapp zwei Wochen hatte es auf der anderen Seite der Werra zwischen Gertenbach und Hübenthal gebrannt. Damals hatte ein Unbekannter Brandstifter ebenfalls eine Scheune angezündet.

Weil die Scheune in vollem Ausmaß brannte und laut Staude nicht mehr zu retten war, wurden zeitweise einige Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen vom Brandort zurückgezogen. Die Scheune drohte einzustürzen. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, seien Feuerwehrleute aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich abgezogen worden, sagte Staude.

Zunächst sicherten Tankwagen in einem Pendelverkehr die Versorgung mit Löschwasser. Später pumpten die Einsatzkräfte Wasser aus einem nahegelegenen Teich und beförderten sie über lange Schlauchleitungen zum Brandort. (clm)

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