Darf Steintorschule bis Sommer 2015 bestehen?

Schließung der Witzenhäuser Förderschule ist beschlossen

Steintorschule in Witzenhausen

Witzenhausen. Die Zahl der Schüler nimmt stark ab, eine Trendwende ist nicht absehbar, im Gegenteil. So ist das Ende der Steintorschule in Witzenhausen, eine von vier Förderschulen des Werra-Meißner-Kreises mit Förderschwerpunkt Lernen, offenbar beschlossene Sache. Die Frage ist nur: Wann wird sie geschlossen?

Entschieden ist, wie aus dem Staatlichen Schulamt in Bebra verlautet, noch nichts. Eltern und Lehrerschaft fürchten, schon im Juli diesen Jahres könnte Schluss sein. Werden derzeit noch 28 Kinder in drei Klassen unterrichtet, gingen im nächsten Schuljahr 22 Kinder in dann noch zwei Klassen.

Alternativ ist derzeit in der Überlegung, eine sogenannte Kooperationsklasse mit der Johannisberg-Gesamtschule einzurichten. Aber gleich mit zwei solcher Klassen könnte sich die Nachbarschule überfordert fühlen. Gespräche liefen auch mit den Beruflichen Schulen und mit der Kesper-Grundschule, sagt Steintor-Schulleiter Rolf Kronenberger. Sein Anspruch: "Die Bedingungen für die Kinder sollen stimmen."

Und deshalb, das sagen übereinstimmend auch die Eltern und der Personalrat, soll die Förderschule noch bis Sommer 2015 weitermachen dürfen. Dass die Schule auf Dauer nicht weitergeführt werden kann, daran wird nicht gedeutelt. Auch wenn es "uns alle nicht glücklich macht", wie Kronenberger sagt. Aber immer weniger Schüler aufgrund der demografischen Entwicklung sowie das Bemühen der Grundschulen, die gewünschte Inklusion voranzutreiben, habe zum drastischen Rückgang der Schülerzahl geführt, sagt der Schulleiter. Statt früher fünf Erstklässler gebe es mittlerweile nur noch einen pro Schuljahr.

Verhandlungen mit dem Kultusministerium, ob die Schule noch bis Sommer 2015 existieren darf, stehen im Februar an. Vorher kann auch das Schulamt keine Klarheit schaffen.

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Von Stefan Forbert

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