Regionale Betriebe vertreten

Schüler informierten sich bei Ausbildungsmesse über das Berufsleben

+
Geschmackstest auf der Ausbildungsmesse: Am Stand der höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz lässt Schüler Julian Olssok Abteilungsleiterin Elisabeth Melchert ein Stück Paprika probieren, um die Geschmackswahrnehmung zu testen.

Witzenhausen. Einen Beruf lernen oder weiter zu Schule? Um sich diese Frage zu beantworten, besuchten Schüler die fünfte Ausbildungsmesse der Beruflichen Schulen in Witzenhausen.

33 Jugendliche der Berufsfachschule hatten im Projektunterricht mit ihren Lehrern die Messe mit über 30 Ausstellern und begleitenden Fachvorträgen organisiert.

Die Messe wird von regionalen Betrieben gern genutzt, um für ihre Ausbildungsplätze zu werben“, sagte Lehrerin Antina Metz, die mit den Klassen das Projekt begleitete.

So informierten sich Emmily Kobusch, Chantal Riegert und Anne Stark von der Rhenanusschule Bad Sooden-Allendorf über das Lehrstellenangebot der Firma Stöber sowie der Volks- und Raiffeisenbank und trugen Details für eine mögliche Bewerbung in ein Informationsblatt ein.

Freiwilliges soziales Jahr: Maren Heide (links) informierte Celina Fahrenbach und Natalie Bechmann (rechts) über ein freiwilliges soziales Jahr mit dem Internationalen Bund.

Am Stand des Bildungs- und Technologiezentrums für Elektro- und Informationstechnologie zeigte Auszubildender Carlos Martin aus Spanien, wie man einen Gedächtnistrainer oder einen Zufallsgenerator baut. „Anhand von praktischen Beispielen wollen wir die Schüler neugierig auf die Elektronikberufe machen“, hieß es am Stand des Technologiezentrums.

Auch die Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz warb für ihre Schule, mit deren Abschluss weiterführende Ausbildungen in der Gesundheits- und Altenpflege, in logopädischen oder ergotherapeutischen Praxen oder als Erzieher begonnen werden können. Neben Gedächtnis- und Sprachförderungsübungen konnten die Besucher in Fühlboxen Rasierschaum und Plastikschnipsel ertasten und mit verbundenen Augen erraten, was ihnen Schüler Julian Olssok zum Probieren gab.

Tanja Blum von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft bot den Schülern über 70 Lehrstellen vom Bankkaufmann über den Metallbauer bis zum Tierpfleger von Betrieben aus dem Werra-Meißner-Kreis an, die derzeit unbesetzt sind. Info: www.of.lebensraum-werra-meissner.de.

Darüber hinaus konnten sich die Schüler Vorträge von Personalreferenten namhafter Firmen aus der Region anhören, die über Bewerbungsfehler, das richtige Auftreten bei Vorstellungsgesprächen und den Weg ins Studium referierten. „Es ist etwas anderes, ob wir im Unterricht das Thema behandeln oder ob ein Vertreter aus den Betrieben aus seinem Erfahrungsschatz spricht“, sagte Metz, die mit der Resonanz der jungen Besucher und der Aussteller sehr zufrieden war.

Von Hartmut Neugebauer

Kommentare