Hessen Mobil muss nachrüsten

A 44: Freigabe des Schulbergtunnels schon wieder verschoben

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Verzögerung auf der A-44-Baustelle: Schulbergtunnel bei Hessisch Lichtenau wird erst im Sommer eröffnet.

Hessisch Lichtenau. Die Freigabe des Schulbergtunnels verschiebt sich abermals um einige Monate. Das teilte Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, auf Anfrage mit.

Der A 44-Tunnel bei Hessisch Lichtenau wird derzeit noch für das Einheitliche Leitsystem für Straßentunnel (Helis) des Landes Hessen nachgerüstet. Der Tunnel soll nun im Laufe des Sommers geöffnet werden. „Mittlerweile wurde die hoch komplexe technische Tunnelausrüstung vollständig installiert. Derzeit laufen alle sicherheitsrelevanten Tests der Anlagen“, sagt Sinemus. Getestet werden unter anderem die Lüftungs- oder Notbeleuchtungssysteme im Brandfall. „Anhand der Ergebnisse werden technische Feinjustierungen vorgenommen.

 Sobald diese Tests, die gutachterlich begleitet werden, abgeschlossen sind, geben wir den Tunnel für den Verkehr frei“, erklärt der Sprecher weiter. Ein genauer Termin stehe jedoch noch nicht fest. Das Bundesverkehrsministerium gab im Jahr 2010 die Entwicklung des Tunnelleitsystems in Auftrag. „Seit vergangenem Jahr ist das System fertig“, sagt Sinemus. Der Schulbergtunnel sei aber zu diesem Zeitpunkt schon lange im Bau gewesen. „Deshalb mussten wir den Tunnel nachträglich umplanen.“

 Die Änderungen betreffen auch die Brandmeldeanlage, Brandlüftung, Löschanlage sowie die Videoanlage. Ebenfalls auf das Tunnelleitsystem umgestellt ist die Tunnelleitzentrale (TLZ) in Eschwege. Sie ist das Herzstück der Tunnelüberwachung in Hessen. Betrieben von Hessen Mobil und dem Werra-Meißner-Kreis, überwacht die TLZ alle hessischen Straßentunnel mit über 400 Meter Länge.

Im Ernstfall steuert die TLZ das Notfallmanagement: Sofort wird der Tunnel gesperrt, Einsatzkräfte und Wartungsdienste alarmiert und Verkehrsteilnehmer im Tunnel per Lautsprecher und Radio informiert.

Von Jonathan Vorrath

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