Versalzung der Werra: Bürgermeister Hix sieht Einsatz der EU positiv

Bad Sooden-Allendorf. Dass sich die EU-Kommission mit der Versalzung der Werra beschäftigt, wertet Frank Hix als gute Nachricht. Die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens sei positiv.

Das sagte der Bürgermeister von Bad Sooden-Allendorf, der gleichzeitig Vorsitzender der Bürgerinitiative Rettet die Werra ist.

Es sei richtig gewesen, dass die Klagegemeinschaft der Anlieger-Kommunen nach dem Rückschlag in den ersten Verwaltungsgerichts-Instanzen nicht klein beigegeben hat. Unabhängig, wie das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ausgeht, werde so über die Öffentlichkeit weiter Druck auf den Kali-Produzenten K+S erzeugt, sagte Hix.

Lesen Sie auch:

Landesregierung: Wasserqualität in Werra und Weser wird sich nicht bessern

Niedersachsen will weniger Salz in Werra und Weser leiten

Nordsee-Pipeline weit weg

Zudem dürfe man nicht vergessen, dass eine weiter andauernde Versalzung der Werra den Tourismus schädigen könnte. Glücklicherweise seien die Übernachtungszahlen im Werratal davon aber noch nicht betroffen.

"Wenn sich die Wasserqualität verbessert, könnte sich das auch auf den Tourismus auswirken", sagte Hix. Deswegen müsse das Problem weiter angesprochen werden. "Sonst ändert sich nichts."

Aus diesem Grund sei es die Strategie der Bürgerinitiative, zweigleisig zu fahren. Einerseits werde der Rechtsweg weiter beschritten. Andererseits werde die BI mit Aktionen zum Beispiel mit dem BUND weiter auf das Problem öffentlich aufmerksam machen. "Wir müssen das Thema in der Öffentlichkeit präsent halten, um so weiter Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben", sagte Hix.

Er legte K+S nahe, die Empfehlungen des Runden Tisches schnell und vollständig umzusetzen. "Nur dann hat das Unternehmen in der Region eine Zukunft, was wir uns wünschen", sagte Hix.

Die umweltfreundliche Entsorgung von Abfällen aus dem Kali-Bergbau sei kein Gegensatz zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Hix sagte zu, ein Umdenken in Niedersachsen für eine Abwasser-Pipeline zur Nordsee nach Kräften zu unterstützen. (clm)

Kommentare