Freiherr-vom-Stein-Schule stellt sich bei Tag der offenen Tür vor

+
Chemie ist toll: Die Neun- und Zehnjährigen sammelten unter der Anleitung von Chemielehrer Volker Majczan (rechts) ihre ersten Erfahrungen mit dem Fach.

Hessisch Lichtenau. Jede Menge zu sehen gab es für die Besucher am Samstag beim Tag der offenen Tür in der Freiherr-vom-Stein Schule in Hessisch Lichtenau. Vor allem die Eltern der zukünftigen Fünftklässler nutzten die Gelegenheit, die Bildungseinrichtung genauer unter die Lupe zu nehmen.

Aufgeregt rannten die Neun- und Zehnjährigen durch die Gänge. Wahrscheinlich das Schönste an der Freiherr-vom-Stein Schule ist, dass sie mit genügend Anlauf die Gänge entlang rutschen können. Die Eltern hingegen waren eher an den Klassenräumen, dem Mittagessen und den Haltestellen der Straßenbahn interessiert.

110 Erwachsene und 90 Kinder durchstreiften die Schule und warfen einen Blick in die Räume, in denen sie vielleicht in wenigen Monaten ein- und ausgehen. Lehrer präsentierten auf anschauliche Weise, was den zukünftigen Fünftklässler in der Freiherr-vom-Stein-Schule erwartet.

Noch sind nicht alle Räume oben am Berg modernisiert. Ein Bauausschnitt steht noch aus. Schulleiter Jürgen Holzhauer versicherte den Eltern, dass die Bauarbeiten Anfang des nächsten Jahres nach Aussagen des Landkreises beginnen sollen. Dann würden auch die verbleibenden Klassenräume modernisiert.

In den ersten beiden Jahren besuchen die zukünftigen Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule den Gebäudekomplex an der Heinrichstraße, der an die Grundschule gekoppelt ist. Für Eingangsstufenleiterin Michaela Fuß, ist dies eindeutig ein Vorteil, weil die Schüler nicht gleich mit den viel älteren Schülern zusammengebracht werden. „Zwar müssen sie für den Sportunterricht und eventuelle Arbeitsgemeinschaften hoch auf den Berg, dies würde sich aber positiv auf die Klassengemeinschaft auswirken.“

Währenddessen hatten die Schüler ihren ersten Unterricht. Sie kamen erstmals mit Chemie in Berührung, sahen und fühlten, wie das Mischen von Säure und Lauge Salzwasser produziert, aber auch Wärme freisetzt.

„Viel fortschrittlicher“

Am beeindruckendsten für die Neun- und Zehnjährigen war das Spiel mit dem Feuer. Unter der strengen Aufsicht von Chemielehrer Volker Majczan warfen sie Bärlappsporen in die Flamme des Bunsenbrenners und fühlten sich wie wahre Feuerkünstler. Luca Sänger, der noch nie zuvor Chemie hatte, erzählte seiner Mutter: „Chemie ist mein Lieblingsfach.“ Neben Chemie präsentierten sich die Fächer Englisch, Sport, Deutsch und Musik von ihrer besten und interessanten Seite.

Das merkte auch Mutter Karin Tunalioglu, die zum letzten Mal 1987 als Schülerin durch die Gänge streifte, an: „Es ist hier viel fortschrittlicher geworden. Computerräume und eine moderne Lernatmosphäre sorgen dafür, dass Lernen Spaß macht.“ (zge)

Kommentare