Spiel voller Innigkeit

Pianist Timur Gasratov spielt im Alten Kurhaus Bad Sooden-Allendorf

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Musik ist sein Leben: Seit er zehn ist schreibt Timur Gasratov eigene Kompositionen, seit er 14 ist steht er auf der Bühne.

Timur Gasratov debütierte bereits mit zehn Jahren als Komponist und mit 14 Jahren als Pianist. Seine Ausbildung begann in der berühmten Stoljarski-Musikschule in Odessa, aus der unter anderem auch David Oistrach und Emil Gilels hervorgingen.

Er verfeinerte sein pianistisches Können weitergehend auch in Freiburg und Saarbrücken. Am Sonntag tritt der Pianist um 16 Uhr im Alten Kurhaus Bad Sooden-Allendorf auf.

Sein Spiel überzeugt in hohem Maße durch die Reife seiner Interpretationen, seine Innigkeit und seine grandiose Virtuosität. In den vergangenen Jahren wurde er deshalb mit zwölf Preisen bei internationalen Klavier- und Kammermusik-Wettbewerben in Europa ausgezeichnet.

Die Klaviersonate Nr. 18 ist die letzte von drei Klaviersonaten, die Ludwig van Beethoven im op. 31 zusammengefasst hat. Ihre Besonderheiten liegen in ihrer feinsinnigen Spielfreude, starken motivischen Arbeit und zuweilen italienischer Einfärbung. In 1801/02 geschrieben, steht die Es-Dur-Sonate für die souveräne Meisterschaft des 32-jährigen Beethovens. Das ganze Werk verströmt virtuosen Glanz und gelöste Heiterkeit. Das Gaspard de la Nuit ist ein 1908 entstandenes dreiteiliges Klavierwerk von Maurice Ravel, das von Aloysius Bertrands gleichnamiger Kurzprosa-Dichtung aus dem Jahre 1842 inspiriert wurde. Ondine handelt von einer Meerjungfrau oder Nixe in ihrem Reich, in Le Gibet betrachtet man einen Erhängten am Galgen in der Abenddämmerung. Scarbo befasst sich mit einem Dämon oder Kobold, der die Menschen im Schlaf stört.

 

Sonntag, 16 Uhr, Altes Kurhaus Bad Sooden-Allendorf

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