Depper abgesucht

Suche bisher ohne Erfolg: 16-Jähriger aus Bad Sooden-Allendorf vermisst

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Erfolglose Suche: Auch die Vierbeiner der Rettungshundestaffeln fanden keine Spur des 16-Jährigen. Im Bild die Hundeführer Axel Degethof (von links), Dr. Daniela Brack, Wiebke König und Michaela Weiße.

Bad Sooden-Allendorf. Eine groß angelegte Suchaktion nach einem 16-Jährigen aus Bad Sooden-Allendorf ist in der Nacht zum Mittwoch ohne Erfolg abgebrochen worden.

Der junge Mann, der bei Pflegeeltern in der Kurstadt zu Hause ist, wird seit Montag dieser Woche vermisst.

Simon F. aus Bad Sooden-Allendorf wird vermisst.

An den Bruchteichen in Sooden, die im Volksmund „Depper“ genannt werden, waren am Dienstag seit 13 Uhr zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Die Rundwege um das Gewässer im Süden der Kurstadt soll der Teenager gern zum Joggen oder Spazierengehen genutzt haben. Weil der junge Mann am Sonntagabend nachweislich zum letzten Mal Nahrung zu sich genommen hatte, gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass er sich in einem hilflosen Zustand befinde. Auch Geld soll der mit einem Trainingsanzug bekleidete Vermisste nicht bei sich gehabt haben.

Mit einem Schlauchboot wurde der Depper intensiv abgesucht. Das blieb jedoch ebenso erfolglos wie der Einsatz von Rettungshundestaffeln aus dem Werra-Meißner-Kreis, aus Rotenburg, Fulda, Kassel und Hessen-Ost. Auch ein speziell auf Menschenfindung ausgebildeter Fährtenhund des Technischen Hilfswerkes Marburg führte nicht auf die Spur des Vermissten.

Nach zehn Stunden wurde die Suchaktion, an der sich auch Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz beteiligten, gegen 23 Uhr abgebrochen, teilte DRK-Pressesprecher Marcel Philipp auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Wir bleiben am Ball“, hieß es dazu von der Polizeidirektion in Eschwege. So sollte auch geprüft werden, ob sich der 16-Jährige möglicherweise zu seinem Vater abgesetzt habe, der in Süddeutschland zu Hause ist. (zcc)

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