Leiche an der Grillhütte: Olga und Reinhold G. fanden den Toten

Hessisch Lichtenau. Olga und Reinhold G. sind immer noch schockiert: Das Ehepaar hatte die Leiche eines Mannes am Dienstagmorgen auf der Wiese vor der Grillhütte Waldfrieden entdeckt.

"Ich dachte zunächst, dass da eine betrunkene Frau im Gras liegt", sagt Reinhold G., der mit seiner Frau am frühen Morgen in dem Waldstück unterwegs war, um Kaninchenfutter zu sammeln.

Lesen Sie auch:

Bluttat an der Grillhütte: Leiche identifiziert

Leiche an der Grillhütte: Olga und Reinhold G. fanden den Toten

"Ich habe von weitem eine Person auf dem Bauch liegend mit angewinkelten Beinen gesehen", sagt G. Das Opfer habe auf dem Bauch gelegen. "Er hatte den Kopf auf die verschränkten Arme gelegt", beschreibt der 64-Jährige den grausigen Fund. "Von weitem sah die Person aus wie eine Frau mit roten Haaren", ergänzt die 71-jährige Olga G. "Wir sind dann etwas näher dran gegangen", erzählen die beiden.

Aus einer Entfernung von ungefähr fünf bis sechs Metern habe das Ehepaar erst erkannt, dass es sich nicht um eine rothaarige Frau handelte. Das, was die beiden rot schimmern gesehen hatten, war der blutverschmierte Kopf des Opfers.

Weil die beiden Senioren kein Mobiltelefon dabei hatten und sich die Grillhütte an einem Waldstück außerhalb des Wohngebietes befindet, stiegen die beiden sofort ins Auto. Sie fuhren auf direktem Weg zur Polizeistation Hessisch Lichtenau, um den Fund zu melden. Zu diesem Zeitpunkt sei dem Ehepaar noch nicht bewusst gewesen, dass sie gerade einen Leichnam gefunden hatten.

"Wir dachten, wir müssen schnell zur Polizei fahren und Hilfe holen", sagt Olga G. Bis dato hätten sie gehofft, dass es sich vielleicht nur um eine verletzte Person handelt, die noch gerettet werden kann.

Olga G. ringt nach wie vor um Fassung. Sie sei immer noch sehr aufgeregt und ihr Herz würde noch rasen, wenn sie an dieses schreckliche Erlebnis denkt. Überhaupt sei der ganze Tag sehr aufregend gewesen, schließlich habe sie bislang noch nie etwas mit der Polizei zu tun gehabt.

Die Polizei lobte indes das Verhalten des Ehepaares. Sie hätten alles richtig gemacht, in dem sie nicht näher an das Opfer heran getreten sind und stattdessen umgehend die Polizei informiert hätten. So seien keine wichtigen Spuren am Tatort verfälscht worden.

Die Polizei hat für Mittwochvrmittag eine Erklärung angekündigt. Wir informieren im Lauf des Tages auf werra-rundschau.de

Von Alia Shuhaiber

Kommentare