Der Lichtenauer Betrieb Grabmalkunst Koch ist seit 50 Jahren in Familienbesitz

Tradition in Stein meißeln

Von Grabmalen bis Gartenkunst: Seit 20 Jahren führen Heidi und Jürgen Koch das Unternehmen, das mittlerweile nicht mehr ausschließlich Grabmale fertigt. Foto: Geier

Hessisch Lichtenau. Drinnen reihen sich Grabsteine aneinander, draußen sieht es wie auf einem Friedhof aus: Liebevoll gestaltete Grabanlagen aller Art findet man hier, aber auch Springbrunnen und größere Gartenfiguren. Gerade bearbeitet Steinmetzmeister Jürgen Koch einen Grabstein, auch heute noch mit Zollstock, Hammer und Meißel.

So hat es sein Vater Ferdinand Koch, der das Unternehmen Grabmalkunst Koch vor 50 Jahren in Hessisch Lichtenau gründete, schon gemacht. Mit einem kleinen Werkstattgebäude und einer kleinen Grabmalausstellung eröffnete diser am 15. Juli 1962 seinen Betrieb in der Himmelsbergstraße 8. Nach mittlerweile 50 Jahren führt sein Sohn Jürgen den Betrieb.

Für ihn ist es ein sehr vielseitiger Beruf: „Man arbeitet am Schreibtisch, in der Werkstatt und auf dem Friedhof. Außerdem gestaltet man vom Groben ins Feine und wird schließlich immer filigraner. Das gibt es so in dieser Art in keinem anderen Beruf.“

Koch bearbeitet seit über 20 Jahren Grabsteine. Er legt Wert auf engen Kontakt zu den Angehörigen. Hinter jedem Stein, den er und sein Vater bearbeitet haben, verbirgt sich die Person, an die der Stein erinnern soll. „Früher war die Grabsteingestaltung konservativer“, erklärt der Steinmetz, der seine Meisterschule in Mainz absolvierte. Die Firma stellt auch individuell gestaltete Grabmale her, obwohl dies eher selten gewünscht wird.

Im Januar 1993 übernahm Jürgen Koch das Geschäft vom Vater. Zusammen mit seiner Ehefrau Heidi und Steinmetzmeister Jörg Volkenandt hat sich der Betrieb vergrößert. Koch kaufte ein angrenzendes Grundstück und zu den 300 Quadratmetern kamen noch einmal 350 dazu. Auf diesem hinteren Teil errichtete er ein Bürogebäude, das im September 2002 eingeweiht wurde.

Auch das Thema Gartengestaltung ist dem Inhaber wichtig geworden. Jürgen Koch hat sich entschieden, neben Fensterbänken und Treppen aus Naturstein auch Dekorationselemente anzubieten. In einer Außenausstellung sind unter anderem Springbrunnen zu sehen. In den Büroräumen sind auf langen Regale kleine Figuren aufgereiht. (zge)

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