150 Einsatzkräfte dabei

Übung im Schürzebergtunnel mit Feuer und Verletzten

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Schnelle Hilfe: Außerhalb des Schürzebergtunnels bei Oberrieden kümmerten sich Helfer des Roten Kreuzes um die Menschen, die bei dem angenommenen Unglück verletzt worden waren.

Oberrieden. 150 Kräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten waren am Samstag im Einsatz, als im Schürzebergtunnel im Zuge der Bundesstraße 27 der Ernstfall geprobt wurde.

Riesige Rauchschwaden steigen aus dem Schürzebergtunnel bei Oberrieden in Richtung Ellershausen. Bei einem Unfall ist ein Feuer im Tunnel ausgebrochen und die Hilfeschreie, die aus dem Tunnel hervordringen, lassen auf mehrere Verletzte schließen.

Bei einer Katstrophenschutzübung wurde am Samstag mit etwa 150 Rettungskräften aus sieben Wehren und Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes ein Szenario mit mehreren verunglückten und brennenden Kraftfahrzeugen, drei Schwer- und sechs Leichtverletzten nachgestellt.

„Wir müssen überprüfen, ob der neu erstellte Einsatzplan für den Schürzebergtunnel funktioniert, um dann mögliche Schwachstellen zu beseitigen“, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor von Bad Sooden-Allendorf, Andreas Eichenberg, vor der Übung. Wichtig bei einem Tunnelbrand sei auch eine weiträumige Alarmierung, damit genügend Atemschutzträger kommen.

Löschangriff: Eine ungewohnte Umgebung war der Schürzebergtunnel für die Einsatzkräfte bei der Übung am Samstag.

Nur fünf Minuten dauerte es, bis die Oberrieder Wehr eingetroffen war und die ersten beiden Atemschutzträger vom Einsatzstützpunkt Nordportal (Richtung Wendershausen) die Lage erkundeten. An besonderen Punkten stellten sie blinkende Warnleuchten auf und gaben über Sprechfunk die Lage des Brandes und der Verletzten durch. Dabei öffneten sie jedes Auto, um verletzte Personen zu finden und zu melden.

Inzwischen verlegten die Wehren von Bad Sooden Allendorf, Eschwege und Wehretal eine Wasserdruckleitung vom Einsatzstandort Südportal durch den Rettungstunnel. Dabei wurden die ersten Verletzten, die selbstständig den Rettungstunnel erreicht hatten, von den Wehren in Empfang genommen und von den Rettungskräften versorgt. Am Nordportal kamen zwei unter Schock stehende Verletzte aus dem Tunnel, die sofort medizinisch betreut wurden.

Nun kamen auch die anderen Atemschutzträger zum Einsatz. Während die einen den Brand bekämpften, suchten die anderen die Verletzten, die teilweise apathisch in ihren Autos saßen oder schwer verletzt am Boden lagen. Sie setzten ihnen Fluchthauben auf und transportierten einen nach dem anderen zum Rettungstunnel.

„Durch den Überdruck bleibt der Rettungstunnel rauchfrei und kann für den Abtransport der Verletzten genutzt werden“, sagte Thomas Heumann, der die Arbeiten im Rettungstunnel koordinierte. Am Südportal kontrollierte Konny Hiebenthal von der Allendorfer Wehr die Atemschutzträger. Nach gut einer Stunde war der „Brand“ gelöscht, alle Verletzten aus der Gefahrenzone gebracht und versorgt.

„Der neue Einsatzplan wurde soweit umgesetzt, die Detailbewertung der Übung müssen wir im Nachgang noch auswerten“, zeigte sich Kreisbrandinspektor Christian Sasse mit dem Ablauf der Übung zufrieden. (znb)

Übung: Schwerer Unfall im Schürzebergtunnel

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