Große Nachfrage nach Rückkehr von Autokennzeichen des Kreises Witzenhausen

Viele wollen WIZ zurück

Witzenhausen. Viele Menschen wünschen sich das Autokennzeichen WIZ zurück. Das hat eine nicht repräsentative Umfrage unserer Zeitung auf HNA.de ergeben. 59 Prozent der Nutzer haben für die Wiedereinführung des Kennzeichens des früheren Kreises Witzenhausen gestimmt.

Seit Ende vergangener Woche wurden dort mehr als 1000 Stimmen abgegeben.

Von einer recht großen Nachfrage nach WIZ-Kennzeichen berichtet auch Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU). Sie hatte vor etwa einer Woche dazu aufgerufen, ihr das Interesse an einer Wiedereinführung in persönlichen Schreiben mitzuteilen. Seitdem seien Anfragen für 320 Fahrzeuge bei ihr eingegangen. Der Großteil seien Halter aus Witzenhausen, aber auch 14 Fahrzeughalter aus den umliegenden Kommunen des Altkreises wünschten sich das WIZ zurück.

Ein Bürger habe sich die Beibehaltung von ESW gewünscht. Zwei Bürger hätten sich für die Einführung von WMK als Kennzeichen für den Werra-Meißner-Kreis ausgesprochen. Nach Zahlen der Zulassungsstelle beim Kreis sind 12 509 Fahrzeuge auf Halter zugelassen, die ihren ersten Wohnsitz in Witzenhausen haben, sagte Fischer.

Die Bürgermeisterin bittet weiter darum, ihr Interessensbekundungen mit Angabe des Namens zukommen lassen. In der Februar-Sitzung werde sie dann die Stadtverordnetenversammlung über die Nachfrage informieren.

Fischer verwies auf die möglichen Kosten. Durch die Umstellung werde zwar nicht der städtische Haushalt belastet, aber der des Kreises. „Auch das sind Steuergelder.“

„Grundsätzlich ist eine Umstellung natürlich möglich und - wenn politisch gewünscht - auch umsetzbar“, so Kreis-Sprecher Jörg Klinge. Nötig sei eine Software-Umstellung, die der IT-Dienstleister des Landes Ekom21 vornehmen müsste. Die Kosten dafür lägen bei 830 Euro, sagte Klinge. Hinzu kämen weitere interne EDV- und Datenbankanpassungen, die vor allem Personal binden. Die Kosten hierfür ließen sich noch nicht beziffern. (clm)

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