Wasserflut rollte durch Großalmerode

Hof wurde zum See: Das Unwetter überflutete am Freitagnachmittag viele Flächen in Großalmerode. Foto: Freiwillige Feuerwehr Großalmerode

Werra-Meißner. Große Regenmengen mit Hagel innerhalb kürzester Zeit, das führte am Freitagnachmittag insbesondere in Großalmerode zu Überflutungen.

Da die Kanalisation die Wassermassen nicht fassen konnte und Bacheinläufe durch mitgerissenes Material verstopft wurden, ergossen sich die Fluten unter anderem über den Speckplatz und den Marktplatz im Zentrum der Tonstadt.

Zu über 40 Einsatzstellen rückten insgesamt 61 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr von Großalmerode und den Ortsteilen aus, berichtete Stadtbrandinspektor Dirk Junker. Auch der städtische Bauhof war im Einsatz. Zahlreicher Keller waren vollgelaufen, das Wasser stand bis zu 1,50 Meter hoch. Zudem waren einige Bäume umgestürzt.

Im Einsatz war auch die Feuerwehr in Hessisch Lichtenau. Dort wurden auch die Stadtteile Walburg, Reichenbach, Fürstenhagen, Velmeden, Hopfelde und Wickersrode alarmiert. Insgesamt waren etwa 90 Kräfte unterwegs, um die 27 Einsatzstellen zu bewältigen, berichtete Stadtbrandinspektor Steffen Rödel.

Sie pumpten Keller aus und befreiten Straßen von heruntergestürzten Ästen und umgeknickten Bäumen. Am Fra-Holle-Park stürzte die große Linde um und versperrte den Weg von Park zur Tramhaltestelle. Der heftige Niederschlag ließ Gullideckel im ganzen Stadtgebiet hochgehen. Einige Straßen wurden zu Flüssen und weite Teile lagen unter Wasser.

Am Samstagmorgen rückte die Feuerwehr Quentel aus, um die Hauptstraße im Ort nach einem Hangrutsch von Schlamm und Erde zu befreien.

Auch die Feuerwehren in Witzenhausen und seinen Ortsteilen hatten einige durchs Unwetter bedingte Einsätze. Immerhin konnte die Gelster die aus Großalmerode anrollende Flut gerade so fassen, sodass sie nicht über die Ufer trat, berichtete Witzenhausens Wehrführer Claus Demandt.

Wasserfluten in Großalmerode und Hessisch Lichtenau

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