Gemeinde Neu-Eichenberg muss das Fahrzeug jetzt entsorgen

Herrenloser weißer BMW steht seit Monaten am Arnstein

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Allein am Arnstein: Dieser weiße, mittlerweile stark beschädigte BMW steht seit Monaten in der Feldmark von Neu-Eichenberg. Es gehört einem Bulgaren, der aber auf Schreiben der Polizei, sein Fahrzeug zu entfernen, nicht reagiert.

Neu-Eichenberg. Ein herrenloses Auto steht seit Monaten in der Feldmark unterhalb des Arnsteins. Vom Fahrer gibt es keine Spur. Jetzt muss die Gemeinde Neu-Eichenberg das Fahrzeug entsorgen.

Warum der weiße BMW am Arnstein abgestellt wurde, weiß niemand so recht. Klaus Schinzel, Leiter der Polizeistation Witzenhausen, vermutet, dass das Fahrzeug einen Motorschaden hatte und auf den Privatweg abgeschleppt wurde - an der vorderen Stoßstange finden sich noch die Öse eines Abschleppseils.

„Wir haben seit Juni Kenntnis von dem Auto“, sagt Schinzel. Seither versuche man, den Halter zu kontaktieren. Doch das ist nicht so einfach: Es handelt sich dabei um einen Bulgaren, wie die Beamten anhand des Kennzeichens und einer europaweiten Halter-Abfrage herausfanden.

Das Auto war nicht gestohlen gemeldet und wurde auch nicht von der Polizei gesucht. „Wir haben den Halter bereits im Juni angeschrieben“, sagt Schinzel. Seither passierte nichts - fast nichts: Plötzlich fehlten die Kennzeichen, gleichzeitig verschwand auch der Fahrzeughalter aus den Datenbanken.

Jetzt hat die Polizei über das Landes- und das Bundeskriminalamt ihre bulgarischen Kollegen eingeschaltet: Diese sollen in Bulgarien den Halter ausfindig machen, damit geklärt werden kann, was mit dem Auto geschehen soll.

Auto wurde zu Wrack

Mittlerweile ist der BMW ein Wrack: Die Fensterscheiben wurden eingeschlagen, Radio und Scheinwerfer fehlen, der Motorraum wurde offenbar geöffnet.

Für die Gemeinde Neu-Eichenberg ist das eine unangenehme Entwicklung: War bisher - weil der Halter nicht anzutreffen war - der Besitzer des Privatwegs zuständig für das Auto, so muss sich nun die Gemeinde darum kümmern, weil das stark beschädigte Fahrzeug nur noch als Abfall gelten könne, so Schinzel.

Kosten zurückholen

Das bestätigen die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Man plane, das Auto in den kommenden Tagen von einem Abschleppdienst abholen und entsorgen zu lassen. Die Gemeinde würde sich dann die entstandenen Kosten vom Besitzer des Privatgrundstückes zurückholen, von dem das Schrottauto entfernt wurde. „Das ist das normale Prozedere in solchen Fällen“, sagt Verwaltungsangestellte Heidelinde Würfel auf Anfrage.

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