Anbauer in der Region ziehen eine unterschiedliche Bilanz

Kirschernte fällt sehr gut bis kläglich aus

Werra-Meissner. Manche sind zufrieden, andere nicht: Die Kirschenanbauer in der Region beurteilen die bisherige Ernte unterschiedlich.

Armin Kindervatter zieht für seinen gleichnamigen Hof in Witzenhausen eine sehr positive Bilanz. „Dieses Jahr ist ein normales Jahr, was die Menge der Kirschen angeht. Wir sind voll zufrieden“, sagt Kindervatter. Nur bei der Größe der Früchte musste Kindervatter geringe Abstriche machen. Von den 28 Sorten, die er anpflanzt, seien fünf zu klein ausgefallen. Die Bäume seien zu voll gewesen, daran habe die Größe der einzelnen Früchte gelitten.

Das Wetter sei 2012 auch optimal gewesen. Es war feucht genug und auch die Sonne hat ausreichend geschienen, sagt Kindervatter. „Dieses Jahr könnte mal ein Jahr sein, in dem die Kirschenanbauern nicht stöhnen und im Großen und Ganzen zufrieden sind.“

Die Anbauer aus der Absatzgenossenschaft Unterrieden (Agu) sind weniger zufrieden. „Die Erträge, die wir bisher eingefahren haben, sind eher kläglich“, sagt Karl-Heinz Gerstenberg, Vorstand der Agu. Daran sei zum einen das Wetter schuld. So habe beispielsweise ein Anbauer in der Agu erhebliche Schäden durch einen Hagelschauer erlitten.

Aber auch Vogelschwärme und Waschbären seien ein großes Problem, sagt Gerstenberg. Bereits Mitte Juni hatten Anbauer der Agu flächendeckend über immensen Vogelfraß geklagt (HNA berichtete). Auch Armin Kindervatter hatte dadurch Einbußen hinnehmen müssen. Er hat seine Bäume daraufhin mit Netzen geschützt. „Alle, die keine Netze hatten, haben große Ausfälle“, sagt Kindervatter.

Die Ernte bei den ertragreichen Sorten Regina, Kordia und Schneiders stehe aber noch an, sagt Karl-Heinz Gerstenberg von der Agu. Da könne man noch keine endgültige Bilanz ziehen und müsse von Tag zu Tag schauen.

Hintergrund, Zum Tage

Von Eugen Maier

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