Schuld sind gleich mehrere Faktoren

Zwei Baustellen sorgen für Verkehrs-Chaos in Innenstadt

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Montagmittag in der Straße Am Eschenbornrasen: Der Verkehr staut sich weit zurück, Autofahrer müssen an der Baustellenampel lange Wartezeiten einplanen. Für Busse im Begegnungsverkehr ist das Durchkommen eine Millimeterarbeit.

Witzenhausen. Verkehrs-Chaos pur in Witzenhausens Innenstadt am Montagmorgen: Insbesondere auf der Straße Am Eschenbornrasen staute sich der Verkehr. Die Autofahrer kamen nur langsam vorwärts, Busse kamen im Begegnungsverkehr fast gar nicht mehr durch. Umso größer war die Verärgerung.

Schuld daran waren gleich mehrere Faktoren: Die Straßenbauarbeiten auf der Bundesstraße 451 wurden am nördlichen Ortseingang von Witzenhausen wieder aufgenommen, die Straße ist halbseitig gesperrt. Derzeit wird auf der Kreuzung mit der Landesstraße nach Wendershausen, Am Stieg, die Fahrbahndecke abgefräst.

Hinzu kommt, dass die Gelsterbrücke der Südbahnhofstraße nicht mehr passiert werden kann. Sie wird noch im April abgerissen und bis November durch eine neue ersetzt. Nachdem ungeachtet der Sperrschilder die Brücke in der vorigen Woche noch von fast allen Verkehrsteilnehmern genutzt wurde, war dies seit gestern nicht mehr möglich. Als Umleitung musste die Straße Am Eschenbornrasen genutzt werden.

Dieser Umleitungsverkehr traf nun auch auf die Arbeiten auf der B-451-Kreuzung. Der Überlegung im Witzenhäuser Rathaus, den Verkehr aus dem Bereich Johannisberg über die Steinstraße und weiter über die Wickfeldtstraße zu lenken, machten Arbeiten der Stadtwerke einen Strich durch die Rechnung. Am Mittwoch wird die Wickfeldtstraße asphaltiert. Zudem ist die Wickfeldtstraße durch die Baustelle DRK-Altenheim und den kreuzenden Schulweg als Umleitungsstrecke wenig geeignet.

Nicht angepasste Ampelphasen

Schließlich sorgten den unterschiedlich starken Verkehrsströmen nicht angepasste Ampelphasen für längere Rückstaus. „Jetzt scheint es zu fließen“, erklärte Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) am späten Vormittag, nachdem die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil die Ampelschaltung verändert hatte.

Hätte die Stadt mit dem Start der Arbeiten an der Gelsterbrücke nicht warten können, bis die Straßenerneuerung am Abzweig zum Stieg abgeschlossen ist - Zumal die Arbeiten auf der B 451 nur eine Woche benötigen sollen?

Die Stadt habe die Information über die Fortsetzung der Arbeiten erst vorige Woche von Hessen Mobil bekommen, sagt Fischer. Da seien die Aufträge für die Gelsterbrücke bereits vergeben gewesen. Ein Rücktritt davon beziehungsweise die Bitte um Verschiebung sei aber mit Kosten verbunden, begründete die Bürgermeisterin.

Dass sich eine Woche lang auf der Gelsterbrücke aber sowieso nichts tat, habe wiederum an einem der beteiligten Unternehmens gelegen. Das habe sich nicht an die Vereinbarung gehalten.

Aktuell werden an der alten Gelsterbrücke alle dort verlaufenden Versorgungsleitungen abgekoppelt: Strom, Wasser, Telefon und Internet. Der Abriss der Brücke ist für den 22. April geplant. (kbr/sff)

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