Komparsen-Casting für den Streifen „Die unheimliche Erbschaft“ in Witzenhausen

45 wollen in den Film

Kritische Zuschauer: Hauptdarsteller Franz Hofmann (von links), Sven Schreivogel und Kameramann Andreas Holzhauer beim Casting für den Film „Die unheimliche Erbschaft“ in Witzenhausen. Fotos: Schröter

Witzenhausen. „Ich war ganz schön nervös“, sagt Kimberly Bohle. Gerade hat die 13-Jährige aus Hebenshausen ihr erstes Filmcasting hinter sich gebracht. „Die unheimliche Erbschaft“ heißt der Streifen, für den der Neu-Eichenberger Regisseur und Produzent Sven Schreivogel Komparsen für kleinere Sprechrollen suchte. Kimberly Bohle war eine von 45 Bewerbern.

Unbestechlicher Blick: Die Kamera nimmt Kimberly Bohles Auftritt auf.

„Mein Traum ist es, einmal Schauspielerin zu werden“, sagt die Schülerin. „Und ich bin hier, weil ich Dreherfahrung sammeln will.“ Dazu hatte sie am Sonntag dann auch schon einmal Gelegenheit. Beobachtet von einer vierköpfigen Jury mit Filmemacher Schreivogel, dem Hauptdarsteller Franz Hofmann, Regisseur Jakob Gisik und Kameramann Andreas Holzhauer sowie weiteren Mitgliedern der Filmcrew musste jeder Casting-Teilnehmer zunächst vor laufender Kamera ein kurzes Stück vorführen, das er zu Hause einstudiert hatte. Danach bekam er einen Hörspieltext in die Hand gedrückt, aus dem er eine halbe Stunde später mit anderen Bewerbern einen Auszug vortragen musste.

„Ich habe so etwas zum ersten Mal gemacht, und es war eine gute Erfahrung“, sagt Caroline Schmitz. Eigentlich hatte sich die 15-jährige Eschwegerin bei Sven Schreivogel um ein Schülerpraktikum bewerben wollen. „Nachdem er mir gesagt hatte, dass man dafür 18 Jahre alt sein müsse, lud er mich zu diesem Casting ein und ich dachte mir: warum eigentlich nicht?“, sagt Carolin.

Beim Vorsprechen sei sie dann aber so nervös gewesen, dass sie erst einmal darüber schlafen müsse, ob sie im Falle eines Falles tatsächlich eine Sprechrolle annehmen würde. „Vielleicht würde ich es zunächst einmal doch lieber mit einer Komparsenrolle im Hintergrund probieren“, sagt Carolin.

Eine Chance haben alle

Und diese Chance dürften in der Tat alle Castingteilnehmer bekommen. „Die Zahl der Sprechrollen, für die wir hier Akteure suchen, ist sehr beschränkt“, sagt Sven Schreivogel. Nachdem die wichtigeren Rollen bereits seit längerem besetzt seien, gehe es nun noch darum, Schauspieler etwa für die Rolle einer Kassiererin oder eines Sanitäters zu finden. „Und da hat man dann ganz schnell eine Vorauswahl im Kopf getroffen“, sagt der Regisseur, ohne diese jedoch zu verraten. Fest stehe aber, dass es bei diesem Casting keine Verlierer gebe. „Jeder, der Lust hat, wird eingeladen, als Komparse an unserem Film mitzuarbeiten“, so der Regisseur.

„Positiv erschrocken“

Was die Zahl der Castingbewerber angeht, zeigte sich Schreivogel „positiv erschrocken“. Der spezielle Dank des Filmemachers ging an den Werra-Meißner-Kreis, der für ein weiteres Casting zwei Tage zuvor seinen Sitzungssaal zur Verfügung gestellt hatte, sowie an die Witzenhäuser Uni, wo am Sonntag gecastet wurde. „Und jetzt freuen wir uns darauf, demnächst mit den Dreharbeiten zu beginnen“, kann es Schreivogel kaum erwarten. (per)

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