Friedola setzt ab sofort auf Blockheizkraftwerk für Wärme und Strom zugleich

Abschied vom Dampf

Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes per Knopfdruck: V. re. Uwe Stockheim, Reinhold Kuhaupt, Matthias Färber, Desirée Derin-Holzapfel, Elmar Stockheim, Siegfried Herz, Carsten Schankweiler. Foto: Mayer

Frieda. Umwelt schonen, Kosten senken und nicht zuletzt einen positiven Eindruck machen, wenn Kunden danach fragen, wie es denn mit dem CO2-Wert steht. Das seien die Gründe gewesen für den Bau des Blockheizkraftwerks (BKHW) in der Firma Friedola in Frieda.

Umgesetzt wurde das Projekt in Kooperation mit der E.ON Wärme GmbH, einer Tochter der E.ON Mitte Kassel, gestern vertreten durch Matthias Färber und Reinhold Kuhaupt.

Das Blockheizkraftwerk kostet rund 450 000 Euro, die Gesamtinvestition beläuft sich auf zwei Millionen Euro, erläutert Betriebsleiter Uwe Stockheim. Insgesamt produziert die Anlage pro Jahr 2750 Megawattstunden (MWh) Wärme und 2000 MWh Strom, letzterer quasi ein Nebenprodukt. Das BKHW hat eine elektrische Leistung von 363 Kilowatt sowie eine thermische Leistung von 498 kW.

Durch ein neues Vertrags- und Versorgungsmodell, durch das der Kunde den vor Ort produzierten Strom selbst nutzt, spart er neben der EEG-Umlage auch die Stromsteuer. Bisher hat Friedola diese Umlage zahlen müssen, obgleich man Großkunde ist, sagte Derine Holzapfel. In den USA würde man 1,3 Millionen Euro jährlich sparen, in Frankreich 800 000 Euro, in beiden Ländern gibt es diese Umlage nicht.

Für die gepachtete Anlage übernimmt E.ON die Wartung, im Gegenzug kommt das Gas von E.ON, eine beidseitig lukrative Konstellation, sagt Uwe Stockheim. „Wir freuen uns, mit E.ON einen erfahrenen und kompetenten Partner an unserer Seite zu haben“, so Stockheim. Durch die Kooperation habe man für die Strom- und Wärmeversorgung im Unternehmen eine zukunftsfähige und ökologisch sinnvolle Lösung gefunden.

Vergleichbare Anlagen in der Region betreut E.ON im Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg und im Thermalbad in Bad Sooden-Allendorf.

Als Zulieferer der Automobilindustrie und das im empfindlichen Sektor Kunststoffverarbeitung sei es geradezu selbstverständlich, diesen Schritt getan zu haben und das in einer lukrativen Partnerschaft, sagte Geschäftsführerin Derine Holzapfel abschließend.

Von Helmut Mayer

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