Frieda: Der neue Kinderspielplatz an der Kirche nimmt Gestalt an

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Legt bald an der Kirche an: Die Arche Noah auf dem neue Kinderspielplatz zwischen Kirche und Gemeindehaus nimmt Gestalt an.

Frieda. Der neue Spielplatz in Frieda nimmt langsam aber sicher Gestalt an.

Es war eine seit Jahrzehnten verlassene, ungepflegte Grünfläche, die mal den Friedaer Kindern als Schulhof zwischen der Kirche und der Schule gedient hat. Der Schulweg der Friedschen Kinder ist länger geworden. Ins sieben Kilometer entfernte Wanfried werden sie täglich mit dem Bus gebracht. Zwergschulen wollte man damals nicht mehr – damals vor über 40 Jahren. Das ehemalige Schulgebäude nutzt seitdem die evangelische Kirchengemeinde. Zum Singen, zum Basteln und manchmal auch für Andachten. Der Kirchenvorstand trifft sich zu Sitzungen und seitdem die Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan nach Frieda gekommen sind, wird dort auch wieder Deutsch unterrichtet.

Die alte Schultoilette ist in einem Nebengebäude untergebracht. Efeu hatte sich über Jahrzehnte bis zum Dach vorgearbeitet. Eigentlich wollte man sie abreißen – die alte Schultoilette aus der Vorkriegszeit. Mehr Platz wollte man dadurch für den neuen nur 350 Quadratmeter großen Spielplatz erreichen. Doch der Landeskonservator für Denkmalpflege machte sich auf den Weg nach Frieda. Begutachtete das Gebäude und stufte es aufgrund der Bausubstanz als schützenswert ein.

Tina Pfeiffer, 38-jährige Pädagogin, fünffache Mutter und Neubürgerin in Frieda, hatte im vorigen Jahr die Idee, den verwahrlosten Platz einer Nutzung zuzuführen. Der alte Spielplatz am Rande des Ortes musste in 2014 der neuen Ortsumgehung weichen. Ein Ersatzspielplatz war von der Gemeinde Meinhard nicht vorgesehen. Gleich bei zwei Wettbewerben meldete Tina Pfeiffer sich an, um Geld für Spielgeräte zu bekommen. „Die Bewerbungen habe ich abgeschickt, ohne jemandem davon zu erzählen“, gesteht die engagierte Mutter. Pfarrer Reiner Koch und der Kirchenvorstand willigten spontan ein. Bürgermeister Gerhold Brill versprach Unterstützung, der Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Christian Genau und eine große Schar von Freiwilligen bringen sich bei dem Projekt ein. „Steine, die im Weg liegen, muss man umgehen oder wegräumen“, meinte der Bürgermeister, als Planungen immer wieder geändert werden mussten.

Die Schultoilette wird nun integriert. Im Erdreich verlegte Kabel werden mit den Fundamenten umgangen. Die Katzen sollen durch Rollkies vom Platz ferngehalten werden. Neben einem Kugellabyrinth und einem Generationenschwinger wird sicherlich das Spielschiff „Arche Noah“ den neuen Spielplatz dominieren. Zwischenzeitlich sind die Geräte auf dem Bauhof der Gemeinde angeliefert worden. Noch vor den Sommerferien wird die Arche Noah an der Kirche anlegen.

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