Bei Juniperus wird auf Kunstofftiere geschossen

205 Bogenschützen haben sich angesagt

Schießen ohne Blutvergießen: Heinz Brand demonstriert, wie am Samstag in Schwebda gejagt wird. Foto: Stück

Schwebda. Gefährlich ist die Jagdleidenschaft der rund 200 Bogenschützen, die am Samstag ins Werratal strömen, nicht. Nicht einmal für die Tiere, auf die sie schießen. Dafür müssen sie Einiges aushalten. Rund 200 Schuss bekommt jedes der lebensechten Ziele ab. Verletzt werden Fuchs, Hase, Reh und Bär dabei nicht. Denn sie sind aus Vollgummi gegossen.

Der Jagdbogenclub Juniperus (Wacholder) aus Schwebda richtet am Samstag zum elften Mal ein Turnier für die 3D-Jagd aus. Kommen werden traditionelle Bogenschützen aus dem gesamten Bundesgebiet. 205 haben sich schon angemeldet. Mit Pfeil und Bogen streifen sie durch die Wälder. 34 Stationen hat Heinz Brand, der Gründer des Jagdbogenclubs Juniperus, dort in der vergangenen Woche aufgebaut. Etwa sechs Kilometer lang ist der Parcours nördlich von Schwebda, den die Teilnehmer am Samstag bewältigen müssen. Versteckt im Wald stehen 85 Kunststoff-Tiere. 36 müssen getroffen werden. „Für manchen Teilnehmer ist das eine große Herausforderung“, sagt Brand.

Höhepunkt des Turniers ist um 17 Uhr der Massenschuss beim Weitschießen. Alle Bogenschützen zielen mit dem letzten Schuss gemeinsam auf einen in 100 Metern Entfernung stehenden Bison. „Vielleicht fünf Prozent treffen das Ziel“, sagt Brand. Zu gewinnen gibt es deshalb einen Sonderpreis. • Das Bogenturnier des Jagdbogenclubs Juniperus findet am Samstag am Thull-Hof bei Schwebda statt. Start: 10 Uhr. Zuschauer können eine der 32 Jagdgruppen begleiten. Sie melden sich bei Organisator Heinz Brand. (ts)

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