Benjamin Jahn zu Besuch in Millionenmetropole

Feuerwehrmann aus Meinhard besucht Kollegen aus Singapur

In der Feuerwache zeigte Ng Buang Hoo, der Manager des Museums, Meinhards stellvertretendem Gemeindebrandinspektor Benjamin Jahn auch die Rettungsfahrzeuge. Foto:  nh

Mit 718 Quadratkilometern ist der Stadtstaat Singapur etwa so groß wie Hamburg. Doch fast 5,5 Millionen Menschen leben in der am südlichen Rand der Insel Sentosa gelegenen Metropole – über 7500 pro Quadratkilometer. Mit mehr als elf Millionen ausländischen Touristen pro Jahr zählt Singapur zu den zehn meistbesuchten Städten der Welt.

Einer dieser Touristen war kürzlich Meinhards stellvertretender Gemeindebrandinspektor Benjamin Jahn. Erste Anlaufstelle für ihn war das Feuerwehrmuseum, die Civil Defence Heritage Gallery, in der es alles Wissenswerte rund um den Brandschutz der Millionenstadt zu erfahren gab.

Innerhalb der letzten zwei Jahre war dies bereits Jahns dritter Besuch, diesmal erstmals in offizieller Dienstuniform. Sieben Feuerwehrkollegen zeigten dem Gast aus Deutschland das beeindruckende Museum, in dem zugleich auch ein Notfall-Übungszentrum sowie die zentrale Feuerwehrstation –eine von insgesamt 57 Feuerwachen Singapurs – untergebracht ist.

150 000 Rettungsfahrten pro Jahr

Da sich die Singapore Civil Defence Force sowohl für den Brandschutz als auch den Rettungsdienst und den technischen Dienst (ähnlich wie das Technische Hilfswerk in Deutschland) zuständig ist, sind rund 5000 Einsatzkräfte tätig. Die Hälfte von ihnen sind Berufsfeuerwehrleute. Fast 5000 Brände und über 150 000 Rettungsfahrten stehen pro Jahr auf dem Einsatzplan.

Enge Straßenschluchten und riesige Wolkenkratzer erschweren die Arbeit in der dicht besiedelten, tsunamigefährdeten Hafenstadt ebenso wie die Seeluft. „Alle fünf Jahre werden die Rettungsfahrzeuge ausgetauscht – nicht nur um technisch auf dem neusten Stand zu sein, sondern vor allem wegen der Korrosion“, berichtet Benjamin Jahn. Und weiter: „Das Museum ist beeindruckend. Alles ist interaktiv.“

Geradezu spielerisch könnten Besucher hier die vielfältigen Aufgabenbereiche der Feuerwehr kennenlernen, sich im Emergency Preparedness Center aber zugleich auch aktiv selbst auf Notfälle vorbereiten. Dazu zählen Übungen mit Feuerlöschern ebenso wie Tsunami- und Sturmsimulationen im 3D-Kino.

Der Besuch des Feuerwehrmuseums Singapur ist übrigens kostenlos und seit Kurzem gibt es dort auch Ärmelabzeichen der Feuerwehr aus Meinhard zu bestaunen. Die hatte Benjamin Jahn nämlich als Gastgeschenk mitgebracht.

Kommentare