Landgericht lässt Verhandlungsfähigkeit klären

Drogenprozess vorerst geplatzt

Frieda/Kassel. Die Berufungsverhandlung gegen einen 63-Jährigen, der 2010 in Meinhard-Frieda mit einem Kilo Haschisch gehandelt haben soll, ist ausgesetzt worden.

Beim Fortsetzungstermin am Dienstag waren zwei wichtige Zeuginnen nicht erschienen, deren Vorführung angeordnet worden war, da sie bereits zum Auftakt des Prozesses nicht gekommen waren.

Gesundheitliche Gründe seien dafür verantwortlich, dass sie nicht wie geplant in Gewahrsam genommen und am zweiten Prozesstag vorgeführt werden können, hieß es. Deshalb soll nun ein Amtsarzt die beiden untersuchen und feststellen, ob sie verhandlungs- und reisefähig sind. Wann das Ergebnis dieser Untersuchung vorliegt und wann die Verhandlung fortgesetzt werden kann, ist ungewiss. Vorrausichtlich wird der Prozess wegen der langen Dauer der nun nötigen Pause dann von vorn beginnen.

Ex-Frau des Kunden

Der 63-jährige Angeklagte aus Hanau war vom Amtsgericht in Eschwege zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, dagegen war er in Berufung gegangen. Er beteuert, dass er unschuldig sei. Bei den beiden Zeuginnen handelt es sich um die Ex-Frau des vermeintlichen Kunden des Angeklagten.

Dieser Zeuge hatte am ersten Prozesstag angegeben, nie Drogen von dem 63-Jährigen bekommen zu haben, seine Ex-Gattin habe dies behauptet. Die zweite Zeugin ist die Tochter dieser Frau. (pas)

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