Gemeinsame Übung der Freiwilligen Feuerwehren aus Grebendorf und Jestädt

Einsatz am Freitagabend

Täuschend echt: Die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Grebendorf und Jestädt übten am Freitagabend die Rettung einer eingeklemmten Person. Foto: privat

Es war gerade mal zwei Stunden her, als die monatliche Sirenenprüfung zu Ende ging und die Sirenen um 19.13 Uhr abermals in Grebendorf und Jestädt aufheulten. Mehrere Sekunden vorher, hatten die Floriansjünger die Meldung bereits auf ihr Handy bekommen: „Einsatz Grebendorf K3 Richtung Jestädt H1Y/VU ohne eingeklemmte Person“ wurde da gemeldet – kurz, präzise und ausreichend. Der heilige Freitagabend, an dem das Wochenende begann, war für die Einsatzkräfte dahin.

Zwischen Jestädt und Grebendorf war ein Pkw infolge überhöhter Geschwindigkeit von der Straße abgekommen und nach einer steilen Böschung auf dem Acker gelandet. Fast gleichzeitig trafen die Grebendörfer und Jestädter von beiden Seiten an der Unfallstelle ein und machten die Straße zu. Über 20 Feuerwehrmänner waren der Alarmierung gefolgt, der Rettungswagen des Roten Kreuzes war vor Ort. Die Meldung „ohne eingeklemmte Person“ erwies sich als falsch. Im Wrack des erheblich demolierten Fahrzeuges saß noch der Fahrer – eingeklemmt! Vollsperrung der Kreisstraße; Ausleuchtung der Unfallstelle, Vorhalten von Löschwasser und Feuerlöscher, medizinische Erstversorgung durch die Besatzung des Rettungswagens, öffnen des Fahrzeuges mit hydraulischer Schere und Spreizer, bergen des Fahrers aus dem Auto und Transport zu dem Rettungswagen.

Geduld war gefragt

Viele Autofahrer, welche die Kreisstraße nutzen wollten, mussten umkehren und den Umweg über Eschwege nehmen. Da waren gerade die Jestädter Handballer auf dem Weg zum Training nach Grebendorf, da kamen Pendler aus Thüringen die nach Hause wollten, da wollten welche zum Einkaufen oder kamen vom Einkaufen zurück. Straße zu ist Straße zu. Manchen war das Wenden auf der schmalen Straße zu gefährlich. Sie warteten geduldig auf die Wiederfreigabe der Straße. Keine Kritik – Mitleid mit dem Verunfallten war dominant.

Perfekt, routiniert und zügig arbeiteten die Einsatzkräfte der beiden Wehren den Einsatz ab. Manche mussten ein gemeinsames Essen mit der Familie absagen, andere eine Feier zu der sie am Freitagabend eingeladen waren. Kein Murren, keine Hektik – die Freiwilligen machten ihren Job – Leben retten, helfen. Zum Glück war es nur eine Alarmübung!

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