Podiumsdiskussion mit den Meinharder Bürgermeisterkandidaten

Fünf Männer wollen Rathauschef werden

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Podiumsdiskussion: von links WR-Chefredakteur Dieter Salzmann, die Bürgermeisterkandidaten von Meinhard Harald Schädler (SPD), Guido Hasecke, Andreas Hobbie, Gerhold Brill und Peter Becker (CDU) sowie Meinhard-Redakteurin Diana Rissmann.

Grebendorf. Die Finanzlage der Gemeinde Meinhard in Schutzschirmzeiten hat die Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten in weiten Teilen bestimmt. Die Geldknappheit beschäftigte nicht nur die fünf Bewerber Harald Schädler (SPD), Peter Becker (CDU) sowie die parteilosen Kandidaten Gerhold Brill, Guido Hasecke und Andreas Hobbie, auch das Publikum nahm rege an der Diskussion teil.

Immerhin ist es das erste Mal seit Einführung der Direktwahl, dass es mehr als einen Bewerber in Meinhard gibt.

Ein allgemeingültiges Rezept zum Schuldenabbau hatte allerdings keiner der Kandidaten im Gepäck. Harald Schädler, der als Vorsitzender der Gemeindevertretung tiefe Einblicke in die Bedingungen rund um den Schutzschirm hat, erklärte, dass man für Meinhard „das bestmögliche rausgeholt hat“. Er möchte künftig die Schulden sozialverträglich abbauen, indem nach weiteren Einsparmöglichkeiten anstelle weiterer Gebühren- und Steueranhebungen gesucht wird.

Hobbie sagte offen, dass die Schulden nicht so einfach abgebaut werden können. „Ich sehe aber großes Einsparpotenzial in der Verwaltung“, sagte er. Der Schutzschirm sei ein Erziehungsprogramm des Landes Hessen, meinte Hasecke, der unumwunden zugab noch kein Konzept zu haben, eines sei aber klar: „Wir dürfen nicht auf Kosten der jungen Familien sparen.“ Sein großes Ziel ist es, die Kindergartengebühren abzuschaffen. Zudem würde er alle Ausgaben und Investitionen doppelt daraufhin prüfen, ob sie tatsächlich notwendig seien. Dem schloss sich auch Becker an. „Es gibt noch eine Menge Sparpotenzial in Meinhard“, sagte er. Das Parlament müsse über den Abbau der Schulden entscheiden, dies sei nicht Aufgabe des Bürgemeisters, stellte Brill klar: „Die Aufgabe des Bürgermeister ist es vielmehr, Transparenz zu schaffen und die Bürger über die Entscheidungen des Parlamentes aufzuklären.“

Von Diana Rissmann

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