Gemeinsame Alarmübung in Jestädter Industriebetrieb

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Spektakuläre Feuerwehr-Übung in Jestädt: Im Einsatz waren die Wehren aus Jestädt, Grebendorf, Hitzelrode, Motzenrode und Eschwege sowie der Rettungsdienst.

Jestädt. Die Wochenendruhe in Jestädt wurde am Samstagvormittag um 10.12 Uhr jäh gestört, als Sirenengeheul die Bürgerschaft aufschreckte. Dem Signal nach handelte es sich um einen Brand, machte es schnell die Runde, dass der Zerspanungstechnik-Betrieb der Firma Burghardt (Inhaber Tanja und Dieter Siebert) am Milchberg betroffen war.

Begleitet von zahlreichen Zuschauern war aber auch klar: Die Freiwillige Feuerwehr Jestädt probte im Zusammenspiel mit den Wehren aus Grebendorf, Motzenrode, Hitzelrode und Eschwege sowie dem Rettungsdienst den Ernstfall. „Angenommen wurde ein Brand in der Halle Wareneingang des Industriebetriebes. Eine Person war lag verletzt im Brandbereich, eine weitere hatte bei Löschversuchen Brandverletzungen erlitten. Das Feuer breitete sich aus und drohte die Produktionshalle zu erfassen“, erläuterte Jestädts Wehrführer die Ausgangssituation der von Christoph Jost und Patrick Möller ausgearbeiteten Übung.

Während die Jestädter einen Verletzten dem Rettungsdienst übergaben und ein Trupp unter Atemschutz, unterstützt von Atemschutzgeräteträgern der Wehren aus Motzenrode und Grebendorf, die Personensuche erfolgreich aufnahm, wurde ein Verletzter aus den Reihen der Wehren von einem Sicherheitstrupp befreit und ebenfalls dem Rettungsdienst zur Versorgung übergeben. „Aufgrund der Brandausbreitung wurde die Drehleiter der nachalarmierten Wehr Eschwege angefordert, die angrenzende Halle mit einem Belüftungsgerät unter Überdruck gesetzt, um das Eindringen von Rauch zu verhindern“, so Jörg Wollenhaupt.

 Im Außenangriff bauten die Wehren aus Motzenrode, Hitzelrode und Jestädt eine Riegelstellung auf. Unterstützt wurden sie dabei von der Besatzung der Eschweger Drehleiter. „Da die zentrale Löschwasserversorgung nicht ausreichte, errichtete die Wehr Grebendorf eine Wasserversorgung aus dem 300 Meter entfernten Bach. Gegen 11.25 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und fünf Minuten später der Brand gelöscht.“ In der folgenden Übungsbesprechung bedankte sich Einsatzleiter Jörg Wollenhaupt beim Ehepaar Burghardt für die Bereitstellung des Übungsobjektes und bei allen Mitwirkenden.

Von Dieter Möller

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