Vereine aus Grebendorf bauten Holzsitzauflagen für die Steintischsitzgruppe

Gemütlich ist es am Anger

Grebendorf. Gemeinsam für das Dorf. Auch ohne den angekündigten Vereinseuro packen im Meinharder Ortsteil Grebendorf die Vereine tatkräftig mit an, um den Ort zu gestalten. Nun haben der Heimatverein und die SPD Grebendorf in Gemeinschaftsarbeit den Steinbänken an der Tischgruppe auf dem Anger eine gemütliche Sitzauflage aus Holz gebaut. Vorteil: Nach einem Regenguss kann man die neuen Auflagen blitzschnell trocken wischen und die Bänke gleich wieder nutzen. Die Idee kommt im Ort gut an, sagt Ortsvorsteher Willi Jakal: „Die Holzauflagen sind jetzt etwa eine Woche montiert und wurden bereits gut genutzt.“

Das Lerchenholz für die Auflagen hat Horst Schäfer vom Heimatverein gestiftet, Ortsvorsteher Jakal hat die Bretter geschnitten und lasiert und SPD-Mann Wolfgang Klos hat die Auflagen zusammengeschraubt und montiert. „Jeder bringt sich eben nach seinen Fähigkeit ein“, sagt Jakal. Er hat auch gleich noch einen neuen Blumenkübel für den Anger gespendet, der in den kommenden Tagen bepflanzt werden soll. Auch die Hecke am Anger hat der Heimatverein schon in Form gebracht. Für die drei ehrenamtlichen Helfer ist das selbstverständlich, denn in Schutzschirm-Zeiten müsse man der Gemeinde unter die Arme greifen. „Wenn die Vereine nicht bereit sind mit anzupacken, dann wird das nichts“, sagt Klos.

Vereine als Organisatoren

Das ausgerechnet die Vereine für die Gemeinde die ersten Ansprechpartner sind, ist für Jakal logisch. Der Heimatverein hat 307 Mitglieder, die Feuerwehr 526, der Turnverein 504 und die Siedlergemeinschaft über 70, das seien rein rechnerisch 1400 der 1700 Einwohner die in einem Verein organisiert seien, sagt Jakal. „Mein Ziel ist es aber alle Bürger zu motivieren, sich zu engagieren“, sagt Jakal.

Eines sei aber klar: „Wir wollen den Handwerkern keine Arbeit wegnehmen, sondern nur Dinge erledigen, die ansonsten gar nicht gemacht würden“, sagt Jakal. So zum Beispiel der neue praktische Handlauf auf dem Verbindungsweg zwischen Anger und Weidenrain, den die drei ebenfalls gebaut haben. Das Holz dafür hat Jakal von den Waldinteressenten gestiftet bekommen. Und die Pflege der Bepflanzung entlang des Weges machen wie selbstverständlich die Nachbarn mit - eben gemeinsam für ihr Dorf.

Von Diana Rissmann

Kommentare