Peta fordert zentrales Melderegister

Giftköder: Tierrechtsorganisation setzt Belohnung für Hinweise aus

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Symbolbild: Giftköder sind eine verlockende Gefahr für Tiere.

Grebendorf/Schwebda. Mehrer Giftköder sind am Dienstag an Wegesrändern in den Meinharder Ortsteilen Grebendorf und Schwebda entdeckt worden. Das hat nun auch die Tierrechtsorganisation Peta auf den Plan gerufen.

Peta hat jetzt 500 Euro Belohnung ausgesetzt, um die Suche nach dem Unbekannten zu unterstützen, der in Grebendorf und Schwebda Giftköder ausgelegt hat. „Neben der Gefährdung für Hunde und Katzen stellen Giftköder auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar “, sagt Judith Pein von Peta. 

Die Organisation fordert die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art, da durch die Registrierung die Bevölkerung frühzeitig über Giftköder und Gefahrenschwerpunkte informiert werden könne. Pein verweist darauf, dass Tierquälerei eine Straftat nach §17 des Tierschutzgesetzes darstellt und mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. 

Erste-Hilfe-Tipps

Die Tierrechtsorganisation gibt Erste-Hilfe-Tipps für Halter, wenn deren Tier einen Giftköder verschluckt haben:
• Gift wirkt schnell: Deshalb beim ersten Verdacht sofort einen Tierarzt aufsuchen.
• Hund anleinen und beruhigen.
• Keinen Maulkorb anlegen, da ansonsten Erstickungsgefahr droht.
• Probe des Köders oder von Erbrochenem mit zum Tierarzt nehmen, das erleichtert die Diagnose.

Zeugen können sich an die Polizei in Eschwege, Tel. 0 56 51/9250, oder direkt an Peta unter Tel. 0 15 20/7 37 33 41 wenden.

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