Dekan Arnold: Es wird in Meinhard künftig Kürzungen geben

Grebendorf: Pfarrstelle noch nicht neu besetzt

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Nachfolger gesucht: Der Kirchenvorstand in Grebendorf hofft auf einen neuen Pfarrer, der das Gemeindehaus mit Pfarrwohnung bezieht. Wenn nicht, wird die Wohnung privat vermietet.

Grebendorf. Im Mai geht Grebendorfs Pfarrer Stefan Ander in den Ruhestand, seine Nachfolge ist bislang aber noch nicht geregelt. Eine nervenaufreibende Zeit für den Kirchenvorstand der Gemeinde, der gerne wissen möchte, wie es nun weitergeht.

„Wir haben der Landeskirche schon Vorschläge überbracht, aber bislang noch nichts weiter gehört“, sagt Waltraud Schäfer vom Kirchenvorstand in Grebendorf. Dass es Kürzungen geben wird, sei bekannt, dennoch hoffen alle, dass künftig das Pfarrhaus wieder bewohnt wird. „Besonders bedauern wir, dass das Kirchspiel mit Neuerode aufgelöst wird“, sagt Schäfer.

Dr. Martin Arnold, Dekan des Kirchenkreises Eschwege, bestätigt, dass die Stelle nicht mehr so besetzt wird wie bisher. „Mittelfristig soll es eine halbe Stelle in Grebendorf geben“, sagt er. Dies sei allerdings nur ein sanfter Übergang zu einer später folgenden Umstellung von den bisherigen drei auf zwei Pfarrstellen in Meinhard. „Allerdings ist bislang vom Landeskirchenamt dazu noch nichts entschieden worden“, sagt Arnold. Zu solchen personellen Veränderungen gehörten dann auch Umstrukturierungen, weshalb künftig Neuerode zum Kirchspiel Frieda gehören wird. „Dies ist notwendig, um dort eine ganze Pfarrstelle zu erhalten“, erklärt Arnold. Langfristig soll Grebendorf dann gemeinsam mit Jestädt, Motzenrode und Hitzelrode betreut werden. Solche Kürzungen seien immer harte Einschnitte, aber den schrumpfenden Mitgliederzahlen geschuldet, sagt Arnold. Er beruhigt aber: „Es wird auch künftig einen Pfarrer oder eine Pfarrerin in Grebendorf geben, die alle Aufgaben - vom Gottesdienst bis zum Unterricht - wie gewohnt übernimmt“, sagt er.

Das Landeskirchenamt in Kassel bestätigt, dass die Nachfolge für Pfarrer Ander noch nicht geregelt ist. „Die Stelle wird erst zwei Monate bevor ein Pfarrer in den Ruhestand geht, offiziell ausgeschrieben“, erklärt Sabrina Busse, die beim Landeskirchenamt für die Pfarrstellenübertragung und den Ruhestand zuständig ist. Grundsätzlich können sich alle Pfarrer der Landeskirche auf so eine frei werdende Stelle bewerben, allerdings würden auch Wünsche der Gemeinde mitberücksichtigt. „Schließlich soll der Pfarrer ja auch zur Gemeinde passen, da ist es hilfreich, wenn Wünsche geäußert werden“, sagt Busse. Darauf setzt auch Arnold. Von Seiten des Kirchenkreises wurde Pfarrerin Iris Hocke aus Waldkappel vorgeschlagen, die durch Umstrukturierungen dort bereits ihre Pfarrstelle in Harmuthsachsen verloren hat.

Von Diana Rissmann

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