Die Bonsaifreunde Werratal stellen am 15. und 16. Juni ihre Bäumchen aus

Herren über die Natur

Geduld ist gefragt: Wer einen schönen Bonsai will, braucht eine ruhige Hand, gutes Werkzeug und viel Geduld. Horst Hämmerling von den Bonsaifreunden arbeitet gerne an seinen Bäumchen. Fotos: Rissmann

Schwebda. Geduldig schnippeln, zuppeln und zurechtbiegen. Das sind die Eigenschaften, die ein Bonsai-Liebhaber mitbringen muss. Die kleinen Bäumchen zu hegen und zu pflegen, ist ein ganz besonderes Hobby - das auch nicht teuer sein muss.

Grünes Hobby: von links Gerd Heuckeroth, Horst Hämmerling und Jürgen Bailly vom Bonsaiverein Werratal im Garten von Gerd Heuckeroth.

Die Bonsaifreunde haben sich 1994 in Schwebda gegründet. Mehr zufällig, wie Heuckeroth erklärt. Man habe damals bei der Kirmes zusammengesessen und sei irgendwie auf das Thema gekommen. Heute hat der Verein 15 Mitglieder jeden Alters, wobei die meisten aus der Region kommen. „Zwei allerdings kommen sogar aus Rotenburg“, sagt Heuckeroth.

Jeden zweiten Donnerstag im Monat treffen sich die Bonsaifreunde im Bürgerhaus Schwebda und bearbeiten gemeinsam ihre Bäumchen oder tauschen sich aus. Den richtigen Weg einen Bonsai zu schneiden gibt es nicht. „Bei unseren Treffen haben alle eine andere Meinung“, sagt Heuckeroth. Man müsse einfach erst mal erkenne, dass es überhaupt ei Bonsai ist und ihn dann so schneiden wie es einem persönlich gefällt, erklär Horst Hämmerling.

Er ist mit seinen 81 Jahren der älteste Bonsaifreund und hat seinen ersten Baum von seiner Schwiegertochter geschenkt bekommen. Bailley und Heuckeroth haben das Bonsai züchten über Freunde kennengelernt. So unterschiedlich der Weg zum Hobby auch war, eines haben alle gemeinsam: Die liebe zur Natur. „Ohne das ginge es nicht“, sagt Bailley.

Bonsai-Ausstellung

Bonsais könne man theoretisch aus jedem Baum züchten, erklären die Bonsaifreunde. Bei Gerd Heuckeroth steht der ganze Garten voll mit den unterschiedlichsten Bäumchen. Von dieser Vielfalt können sich interessierte am Wochenende vom 15. und 16. Juni jeweils von 10 bis 18 Uhr bei einer Ausstellung im Bürgerhaus Schwebda überzeugen.

Von Diana Rissmann

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