Kindergarten: Eltern in Meinhard sollen 30 Prozent mehr zahlen

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Grebendorf. Folgt das Parlament der Gemeinde Meinhard in seiner Novembersitzung einer Vorlage des Gemeindevorstandes, werden die Kindergartengebühren um rund 30 Prozent angehoben.

Bürgermeister Gerhold Brill erklärt, dass man sich dem Sparzwang nicht verschließen könne und künftig mindest ein Drittel der Gesamtkosten von den Eltern einfordere.

Bei derzeitigen Gesamtkosten von 1,164 Millionen Euro bekommt die Kommune Zuschüsse von Land und Kreis in Höhe von 346 782 Euro (30 Prozent). Die Einnahmen aus den Gebühren belaufen sich auf 105 497 Euro (14 Prozent), während der Gemeindeanteil bei 653 239 Euro (56 Prozent) liegt. Brill verwies darauf, dass Meinhard die einzige Kommune im Werra-Meißner-Kreis ist, in der eine soziale Staffelung die Grundlage für die Gebühren zu Grunde liegt, „daher sieht der Gemeindevorstand die Erhöhung für machbar an“. Als Eckpfeiler wurden bei Halbtagsbetreuung bei Einkommen bis 25 000 Euro Mehrkosten von 19,80 Euro monatlich, bei Einkommen ab 60 000 Euro Mehrkosten von 57,56 Euro genannt. Die Ganztagsbetreuung steigt bei der gleichen Staffelung um 25,68 Euro bzw. 66,66 Euro monatlich.

SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Mengel sprach von einem harten Einschnitt, während sein CDU-Kollege Karsten Degenhardt die Erhöhung als „Spitze des Eisbergs“ bezeichnete und die Frage stellte, wie man, bei der gesamtheitlichen Betrachtung des Haushaltes, Meinhard noch erhalten will.

Das Parlament überwies das Thema an den Haupt- und Finanzausschuss in Zusammenarbeit mit dem Jugend-, Kultur- und Friedhofsausschuss. (mö)

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