Gute Aussicht auf Sanierung der Einrichtung

Kita Löwenzahn in Schwebda: Schließung ist vom Tisch

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Bleibt für die Kinder in Schwebda erhalten: Die Kita Löwenzahn bleibt, wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten, erhalten. Voraussichtlich kann der in die Jahre gekommene Bau auch dank Bundesmitteln saniert werden, im Haushalt der Gemeinde Meinhard ist zumindest für dieses Jahr Geld dafür eingeplant.

Jestädt. Gute Nachrichten aus Meinhard: Der Haushalt für dieses Jahr steht, der Abbaupfad des Schutzschirms wird eingehalten, die wichtigsten Investitionen sind möglich, und das Wichtigste: Der Kindergarten Löwenzahn in Schwebda wird erst einmal weiter betrieben.

In der beschlossenen Änderung der Kindergartensatzung wurde festgehalten, dass die Einrichtung im kommenden Kindergartenjahr 2016/2017 weiterbesteht, allerdings das Betreuungsmodul 3 – Betreuungszeit von 7 bis 17 Uhr – dort nicht mehr angeboten wird. „Es gab nur drei Anmeldungen für das Modul und wir haben uns mit den Eltern geeinigt“, sagte Bürgermeister Gerhold Brill.

Laut Carsten Degenhardt, Vorsitzender der CDU, könne eine halbe Stunde weniger Betreuungszeit am Tag der Gemeinde 50 000 Euro Kosten pro Jahr einsparen, weshalb er mit diesem Kompromiss sehr zufrieden sei. „Wir haben nicht nur Familien mit Kindern in Meinhard und müssen allen Bürgern vom Jüngsten bis zum Ältesten gerecht werden.“

Kita kann saniert werden

Brill hatte noch weitere gute Nachrichten, denn auf Nachfrage der Gemeinde ist bestätigt worden, dass die Kita mit den Fördermitteln des Bundes saniert werden kann. Die Gemeinde müsste dann nur einen Eigenanteil von zehn Prozent bereitstellen und diese prognostizierten Kosten von 10 000 Euro wurden im Haushalt für dieses Jahr eingeplant.

Angespannte Stimmung

Trotz der positiven Entwicklung war die Stimmung während der Sitzung am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Jestädt angespannt. Die heißen Debatten während des Kommunalwahlkampfs zeigten ihre Nachwehen vor allem beim sensiblen Thema der Kita in Schwebda. Die SPD warf der ÜWG vor, das Thema emotional hochgekocht zu haben. „Das war eine richtige Kampagne gegen die Kita in Schwebda“, sagte Matthias Mengel, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Diese Kampagne hat sich laut Mengel negativ auf den Ruf der Einrichtung ausgewirkt: „Es hat bereits Ummeldungen gegeben, da die Diskussion über den baulichen Zustand einige Eltern beeinflusst hat.“ Dem stimmte auch Nils Hartmann (SPD) zu: „Die Debatte war zutiefst beleidigend für die Kinder.“ Er betonte noch einmal, dass Kindergärten noch nie wirtschaftlich gearbeitet hätten, es aber Angebote seien, die eine Gemeinde vorhalte müsse. Hartmann betonte, dass es hier einer weitsichtigen und nachhaltigen Politik bedürfe. Mengel betonte noch mal das großartige Engagement der Eltern, die für die Kita gekämpft haben: „Dieser Einsatz hat sich gelohnt.“ Rolf Eyrich, Vorsitzender der ÜWG, sagte, dass solche emotionalen Reden nicht weiterhelfen: „Wir brauchen eine sachliche Debatte.“

SPD-Antrag abgelehnt

Die SPD stellte einen Ergänzungsantrag, in dem festgehalten wird, dass die Streichung des Moduls 3 erst einmal nur für das kommende Kindergartenjahr gelten soll. Der wurde mehrheitlich abgelehnt, weshalb die SPD letztlich der Satzungsänderung nicht zustimmte. Die Stimmenmehrheit von ÜWG, CDU und FDP reichten allerdings aus. 

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