Viertklässler der Meinhardschule Grebendorf machten bei der Klimawerkstatt mit

Klima verstehen lernen

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Kräftig gepustet: Selina (9, links) und Lucia (9) versuchten an der Windstation, die Bäumchen aus Pappe umzupusten.

Grebendorf. Was ist eigentlich Klima und Klimawandel? Welche Auswirkungen hat ein gewandeltes Klima auf Hessen? Und was kann man tun, um den Klimawandel zu bremsen? Anspruchsvoll ist das Programm der Lernwerkstatt Klimawandel, die vom Wassererlebnishaus Fuldatal angeboten wird. Aber es bringt auch viel Spaß, denn nach dem Theorieblock geht es ans Eingemachte und die Schüler können an zwölf Stationen spannende Experimente rund um das Klima machen.

In der einführenden „Weltreise“ haben die Schüler zunächst die Klimazonen der Erde kennen gelernt, um dann auf das Klima in Hessen zu kommen. Dabei betrachten sie das Wetter der vergangenen zwei Tage, die Witterung der vergangenen drei Wochen und das Klima zehn Jahre im Rückblick. „So bekommen die Schüler ein Gespür für die Verwendung der Begriffe und lernen zudem, dass das Klima die Wetterbetrachtung über einen längeren Zeitraum ist“, sagt der Pädagoge vom Wassererlebnishaus, Gerd Geskamp: „Die Kinder sollen verstehen, wenn die Erwachsenen über den Klimawandel sprechen.“

Insgesamt zwei Tage hatten die 27 Schüler der Klassen 4a und 4b, um sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Auf die Theorie folgte die Praxis: An zwölf Experimentierstationen konnten die Kinder die Klimafaktoren Wasser, Boden, Luft und Sonneneinstrahlung näher erforschen. Wie verheerend sich Wind auswirken kann, haben auch Selina (9) und Lucia (9) ausprobiert und kräftig durch die Schläuche gepustet, um die aufgestellten Bäumchen und das Häuschen umzublasen. Allein war das schwer, aber nachdem die ganze Gruppe gleichzeitig gepustet hatte, flogen alle Bäumchen um.

Begeistert waren die Kinder auch an der Station „Wie der Regen den Boden fortspült“. Dort konnten sie selbst erleben, dass ohne Befestigung durch Bäume ein Abhang bei starkem Regen ins Rutschen geraten kann. In vielen Ländern der Erde werden Wälder abgeholzt, um neue Ackerflächen zu schaffen, erklärte die Umweltberaterin des Werra-Meißner-Kreises, Gabriele Maxisch: „Doch ist das ein Trugschluss, da oft Erdrutsche das gewonnene Ackerland unbrauchbar machen.“

Ziel der Veranstaltung ist, ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge von Umwelt und Klima zu schaffen. „Die Schüler sollen lernen, dass man Energie effizient und nachhaltig nutzen muss, um die Umwelt zu schonen“, sagt Geskamp. Zum Abschluss wird es dann konkret: „Wir zeigen, was die Kinder selbst schon tun können, um Energie zu sparen“, sagt Geskamp. So beispielsweise keine Elektronikgeräte auf Stand-by lassen und sich nicht jede Kurzstrecke von den Eltern kutschieren lassen.

Gesponsert wurde die Lernwerkstatt von Matthias Steube von der Firma Con-Rat, Karsten Wiegand von der Agentur WebLeo sowie Gustav Prüßner von der Stiftung Krankenhaus Fürstenhagen.

Von Diana Rissmann

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