Kinder des Kindergartens Löwenzahn malten und bauten wie Hundertwasser

Malen wie Friedensreich

Hundertwasser-Haus: Aus Schuhkartons und Moos bauten die Kinder grüne Häuser, als Vorlage diente ihnen ein Bildband. Amelie „Ballerina“ neben ihrem Hundertwasser-Haus. Foto: W. Skupio

Grebendorf. „Frau Egermann weißt Du was? Der hier hat mein Bild gekauft“, ruft ein Kind fröhlich und aufgeregt im Flur der Gemeindeverwaltung Meinhard. Iris Egermann ist Erzieherin im Kindergarten Löwenzahn in Schwebda und hat sich das Hundertwasserprojekt ausgedacht. Die dabei entstandenen Bilder der Kinder wurden am vergangenen Mittwoch zum Verkauf angeboten.

Immer nachmittags von 13.30 bis 15 Uhr trafen sich die zwölf Kinder, um gemeinsam mit Egermann zu malen. „Das Projekt, welches ganz spontan entstanden ist, hat die Kinder unheimlich begeistert, so dass sie zwei bis zweieinhalb Stunden ganz konzentriert und in Ruhe gemalt haben“, berichtet die Erzieherin. Pro Künstler entstanden zwei Bilder. Zum Schluss wagten sich die Kinder an ein Hundertwasserhaus.

Kunstvoll fügten sie zunächst Schuhkartons zum Haus zusammen, um es anschließend mit Moos, Laub und Holz zu begrünen. Genau wie Hundertwasser gaben sich die Kinder, die zuvor eine Einführung über das Leben des Künstlers von Egermann erhalten hatten, klangvolle Künstlernamen.

Tasia Schaukelhoch, Zoe Pferdeliebe und Till Hasenlangohr sind nur einige der fantasievollen Namen.

Sowohl Bilder, als auch kleine Kalender mit den Kunstwerken der Kinder wurden an diesem Tag stark nachgefragt. „Mit dem Geld, was wir einnehmen, wollen wir mit den Kindern eine Fahrt nach Mühlhausen, zu einem richtigen Kunstatelier unternehmen“, erklärt Egermann.

Ein solches Projekt aber will die Erzieherin auf jeden Fall wieder einmal anbieten.

Von Wolfram Skupio

Kommentare