Meinhard: Austritt aus dem Tourismusverband könnte noch kippen

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Soll Anlaufstelle für Touristen werden: Im Bürgerbüro in der Gemeindeverwaltung soll laut den Plänen von Bürgermeister Gerhold Brill ein Verkehrsamt eingerichtet werden.

Jestädt. Der Austritt Meinhards aus dem Tourismus-Zweckverband Eschwege-Meinhard steht auf wackligen Füßen: In ihrer Sitzung am Donnerstagabend in Jestädt haben die Gemeindevertreter mehrheitlich die dazu notwendige Austrittsvereinbarung abgelehnt.

„Eigentlich war es nur noch eine Formalie“, sagt Bürgermeister Gerhold Brill schockiert über das Ergebnis. Möglich geworden war dies, weil die SPD-Fraktion durch das entschuldigte Fehlen der beiden FDP-Mitglieder an diesem Abend eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme hatte. „Wir haben von Anfang an gegen den Austritt gestimmt und unsere Linie jetzt beibehalten“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Matthias Mengel, das Votum seiner Fraktion. 

Er bemängelte, dass der Austritt in der Juni-Sitzung mehrheitlich von den Gemeindevertretern beschlossen wurde, obwohl bis heute kein schlüssiges Konzept vorliege, wie der Tourismus der Gemeinde ohne den Zweckverband künftig vermarktet werden könne. Ohne diese Vereinbarung ist ein Ausstieg aus dem Tourismusverband nicht möglich, da die Verbandsversammlung nur unter dieser Bedingung dem Austritt Meinhards zustimmt. Ebenfalls noch zustimmen müssen die Stadtverordneten aus Eschwege. „Wir werden in den kommenden Tagen entscheiden, welche Möglichkeiten es gibt, den bereits beschlossen. Ausstieg auch formal abzuwickeln“, sagt Brill.

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