Gewerbegebiet Grebendorf komplett belegt

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Noch ist es wüst: Bürgermeister Hans Giller zeigt, wo in wenigen Wochen der Solarpark Grebendorf errichtet sein wird. Rissmann

Grebendorf. Bis auf eine kleinere Fläche ist das komplette Gewerbegebiet An der Schindersgasse in Grebendorf nun belegt.

Erst kürzlich konnte Bürgermeister Hans Giller eine Fläche von 43 000 Quadratmetern an den Investor Sun Invest aus Bozen veräußern, der dort nun nach Hessisch Lichtenau und vor Sontra den zweitgrößten Solarpark im Werra-Meißner-Kreis errichten will. „Die Verträge sind seit letzter Woche notariell beglaubigt unter Dach und Fach“, sagt Giller.

„Allein beim Solarpark spart die Gemeinde eine halbe Million Infrastrukturkosten.“

Er gehe davon aus, dass nun zügig die Bauarbeiten beginnen. Und das ist wichtig, denn die üppigen Zuschüsse seitens des Bundes und einen garantierten Abnahmepreis für den Strom gibt es nur noch für Solaranlagen, die bis Ende Juni stehen. „Das ist ein ehrgeiziger Plan, ich bin mal gespannt, ob das alles so klappt“, sagt Giller. Doch die Planer seien zuversichtlich, dass bis zum Stichtag alle Voraussetzungen erfüllt seien.

Am Montag waren bereits die Vermesser auf dem Gelände ab heute wird rund um die Uhr, auch an den Wochenenden, gebaut. Technisch solle der Solarpark dann Anfang September in Betrieb gehen. „Dann geht der Strom ins Netz“, sagt Giller. Dies sei nun auch unproblematisch möglich, da anfängliche Probleme wegen der Einspeisung des Solarstroms ins örtliche Netz von den Eschweger Stadtwerke geklärt werden konnten.

Nicht nur der Solarpark wird künftig das Gewerbegebiet aufwerten: Entlang „An der Schindersgasse“ hat sich zwischen der Bäckerei Simon und Stude Kaminbau ein Wanfrieder Gartenbauunternehmen eingekauft, Stude Kaminbau selbst erweitert sein Grundstück um 1000 Quadratmeter und daneben möchte ein metallverarbeitender Betrieb aus Eschwege hinziehen. „Die Verträge sind schon so gut wie fertig“, sagt Giller. Einzig das Eckgrundstück zum Riethweg ist noch frei. „Aber es gibt schon Interessenten.“

Bei den Preisverhandlungen hat die Gemeinde darauf geachtet, welche Lage das Grundstück hat, ob der Betrieb Arbeitsplätze mitbringt und ob mit Gewerbeeinnahmen zu rechnen ist - je nachdem variieren die Preise für die Grundstücke. „Allerdings sind die Kosten der Gemeinde bei jedem Verkauf immer gedeckt“, betont Giller.

Er ist alles in allem äußerst zufrieden mit der Entwicklung im Gewerbegebiet Grebendorf, denn die Gemeinde spart dadurch zum einen Infrastruktur- und Instandhaltungskosten und kann zum anderen in einigen Jahren von den Gewerbeeinnahmen profitieren.

„Allein beim Solarpark spart die Gemeinde eine halbe Million Infrastrukturkosten ein“, erklärt Giller. Mit Gewerbeeinnahmen rechnet er in gut zehn Jahren. Es sei vollkommen normal, dass es einige Zeit dauere, bis die Gewerbeeinnahmen sprudelten.

Von Diana Rissmann

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