Uneinigkeit über Antrag im Gemeindevorstand

SPD Meinhard will Gewerbegebiet in Grebendorf erweitern

Grebendorf. Mehr Gewerbe für Grebendorf? Wenn es nach der SPD geht, auf jeden Fall.

Die SPD-Fraktion hatte dazu einen Antrag in der vergangenen Gemeindevertretersitzung eingereicht. Darin fordert sie zu prüfen, ob eine westliche Erweiterung des Gewerbegebietes auf der Fläche zwischen der Honsel Tankstelle und Grebendorfer Hüttchen möglich sei. „Meinhard hat bei der Gewerbesteuer sinkende Einnahmen zu verzeichnen, was zeigt, dass der dynamische Prozess wirtschaftlicher Entwicklung leider auch bestehende und alteingesessene Unternehmen nicht immer begünstigt“, erklärt Matthias Mengel, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Meinhard, den Antrag. Deshalb müsse die Kommune dem Rechnung tragen, sie sollte diesbezüglich agieren und nicht erst reagieren, fügt er hinzu.

Jetzt allerdings wundert sich Mengel, dass der Gemeindevorstand noch nicht tätig geworden ist. „Das liegt daran, dass die SPD nur eine Anfrage gestellt hat, die beantwortet wurde, jetzt fehlt der förmliche Antrag“, erklärt Bürgermeister Gerhold Brill. Die Anfrage sei demnach gewissenhaft während der Gemeindevertretersitzung beantwortet worden – und zwar positiv. Denn: Grundsätzlich könnte die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche – rund 50 000 Quadratmeter – in ein Gewerbegebiet umgewidmet werden, da die Fläche bereits im Flächennutzungsplan der Gemeinde als gemischte beziehungsweise eingeschränkte gewerbliche Baufläche dargestellt sei. Berücksichtigt werden müsste laut Brill lediglich, dass in gemischten Bauflächen angrenzender Wohnraum nur eine geringe Nutzungsintensität durch Gewerbebetriebe zulasse.

 Dies bedeutetet, dass Lärmimmissionen oder die Anzahl der An- und Abfahrten von Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern genau überprüft würden. „Für die Planerstellung müsste also eine Lärmprognose gemacht werden“, sagt Brill. Für den Bebauungsplan sei zudem ein Landschaftsplan sowie ein Umweltbericht erforderlich. Brill geht davon aus, dass die Erstellung des Bebauungsplanes rund 23 000 Euro kosten und das Verfahren einschließlich der Anhörung der Träger öffentlicher Belange etwa drei Jahre dauern würde – da rund 4500 Quadratmeter dieser Fläche sich noch in Privatbesitz befänden. (dir)

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