Ende April startet das Seepark-Naturcamp Meinhard

Natur erleben am See

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Der Holzindianer soll bleiben, ansonsten wird alles neu: Rainer Klippert organisiert mit seinem Förderverein ein Naturcamp auf dem ehemaligen Gelände von Kanurado am Ostufer des Werratalsees in Schwebda.

Schwebda. Tipis, Blockhütten, Kanufahrten und viele Gemeinschaftsaktionen: Ende April geht das Seepark-Naturcamp Meinhard auf dem ehemaligen Gelände von Kanurado an den Start.

Und der Name ist Programm: „Wir hatten zuerst an einen kürzeren gedacht, aber bei dem Namen wissen alle gleich, wo es ist und was sie dort erwartet“, sagt Rainer Klippert. Er ist der erste Vorsitzende des neuen Fördervereins für eine aktive, umweltgerechte und naturnahe Lebensweise Meinhard und hatte die Idee, das Gelände am Ostufer des Werratalsees wieder mit Leben zu füllen.

„Ich sitze im Sommer lieber im Garten als vor dem Fernseher“, sagt der 51-Jährige. Diese Naturliebe habe er auch an seine Kinder weitergegeben und will nun auch andere dafür begeistern. „Die Kinder sollen hier erleben, dass es noch viel mehr gibt als Computer und Fernsehen“, sagt Klippert. Naturnah, aber nicht zivilisationsfern ist dabei die Devise: „Die richtige Mischung machts: Nur Fernsehen und Computer ist schlecht, aber nur Jute und Lagerfeuer ist auch nicht gut“, sagt Klippert.

Mitstreiter zu finden sei gar nicht so schwer gewesen. Immerhin zehn Mitglieder hat der vor sechs Wochen gegründete Verein und alle sind bereit, sich finanziell und personell zu engagieren. Da das Projekt von April bis in den Herbst hinein in Vollzeit laufen soll, hat der Verein zudemvor, drei bis vier Arbeitsplätze zu schaffen. Denn neben der Möglichkeit, in einer Blockhütte, einem Tipi oder im eigenen Zelt zu übernachten, soll es auch ein breites Angebot für die Besucher geben: Kanu fahren, Trommeln, Frühsport, gemeinsam am Lagerfeuer sitzen und singen, Bogenschießen und alles, was Indianer und Cowboy sonst noch so gemacht haben, stehen auf dem Programm. „Hier soll man Gemeinschaft leben können“, sagt Klippert.

Bis es Ende April losgehen kann, hat der Verein allerdings noch einiges zu tun. „Wir haben das Gelände bereits vom Müll befreit - eine ganze Tonne haben wir weggeschafft“, sagt der 51-Jährige. Nun sollen der Dorfplatz und die Toiletten- und Duschanlage erneuert sowie die Blockhütten und Tipis aufgebaut werden. Der Verein verfolge keinen kommerziellen Zweck, betont Klippert: „Klar soll es sich tragen, aber wir wollen keinen Reibach machen“, sagt er. Besonders dankt er auch der Gemeindeverwaltung, die gemeinsam mit dem Verein alle Hürden unbürokratisch genommen hat. Die Nachfrage nach so einem Angebot scheint da zu sein. Erst seit zwei Wochen gibt es die Homepage www.seepark-naturcamp-meinhard.deund bereits über 2000 Besucher haben sie angeklickt.

Von Diana Rissmann

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