Kommunale Dienste: Bauhöfe von Wanfried und Meinhard vor Umstrukturierung

Neue Struktur für Verband

Synergieeffekte: Wanfried und Meinhard haben sich seit 2008 Maschinen und Arbeitskraft der Kommunalen Dienste geteilt. Foto: Stück

Wanfried/Meinhard. Die Stadt Wanfried und die Gemeinde Meinhard überlegen, ihrem Zweckverband Kommunale Dienste eine neue Struktur zu geben. Grund für die Planungen sind Kosteneinsparungen, wenn beide Kommunen wieder auseinandergehen.

Die Bauhöfe von Meinhard und Wanfried sind vor fünf Jahren einen Zusammenschluss eingegangen, um Synergieeffekte zu nutzen und Geld zu sparen.

Mehrere Zehntausend Euro, so wurde das Einsparpotential während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Wanfried beziffert, könne man sparen, wenn die beiden Kommunen ihre Bauhöfe auf neue Beine stellen würden. Grund für die hohen Kosten des Zweckverbands sei der hohe Verwaltungsaufwand. Das liege in der Natur des Zweckverbands.

Die Kommunalen Dienste stellen ihre Arbeit bei den beiden Kommunen, die die Aufträge erteilen, in Rechnung. Mit der Rechnungsstellung ist allein ein Mitarbeiter beschäftigt. Außerdem koste der Steuerberater des steuerpflichtigen Zweckverbands ebenfalls ein hohes Honorar. Das Geld könne man sparen, wenn man die beiden Bauhöfe beispielsweise in eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung überführt.

„Wir könnten das Gleiche erreichen hätten aber geringere Kosten“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Das liege daran, dass man die positiven Synergieeffekte der Zusammenarbeit beibehalten wolle. Meinhards Bürgermeister Hans Giller sagt: „Wir überlegen die Organisationsform zu ändern. Die Verwaltung ist damit beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten.“ Eine Möglichkeit sei auch, so Giller, die Organisationsform zu verschlanken und zu straffen.

Die Neustrukturierung des Zweckverbands ist noch nicht spruchreif. Bis zum Jahresende soll eine Lösung herbeigeführt werden. Vorher muss aber erst die Verbandsversammlung, die sich aus Vertretern beider Parlamente zusammensetzt, über die Idee entscheiden. Im August werden weitere Verhandlungen stattfinden. Im September könnten die Gemeindevertretung von Meinhard und die Stadtverordnetenversammlung von Wanfried Umstrukturierung mit einem Parlamentsbeschluss besiegeln.

Entschieden werden muss noch, wie mit den Mitarbeitern und dem gemeinsamen Vermögen umgegangen wird. „Wir wollen niemanden entlassen“, erklärte Gebhard gegenüber den Ausschussmitgliedern. Bereits 2010 wurden im Wanfrieder Parlament hitzig über den Zweckverband diskutiert, nachdem der Stadtverordnete Detlef Kophamel die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt hatte.

Von Tobias Stück

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