Stellungnahme

Manfred Lister: „Öffentliche Hilfe für Friedola ist wenig hilfreich“

Frieda/Eschwege. Der Spitzenkandidat der Eschweger FDP, Manfred Lister, empfindet die FWG-Forderung nach öffentlicher Hilfe für das angeschlagene Meinharder Unternehmen Friedola als „wenig hilfreich“.

In einer Stellungnahme kritisiert der Liberale den Ruf nach staatlichen Hilfen und fragt gleichzeitig, was Politik und Wirtschaftsförderung mit Bekanntwerden der Schieflage getan hätten.

Manfred Lister

Mit dem Insolvenzantrag von Friedola sei der schlimmste Fall eingetreten „und schon melden sich im Wahlkampfmodus befindliche politische Kräfte und fordern die Hilfestellung der Politik“. Welche Risiken staatliche Hilfen hätten, habe das Beispiel Philipp Holzmann gezeigt. Lister fragt sich in dem Zusammenhang, was die Politik jetzt noch ausrichten solle, wo es fünf nach zwölf sei? „Wäre es nicht vonseiten der Politik sinnvoller gewesen, in den letzten Monaten und Jahren den Kontakt mit dem Unternehmen zu suchen, um die Insolvenz zu vermeiden?

An diesem Punkt wäre auch durchaus die hiesige Wirtschaftsförderung gefragt gewesen. Wenn es solche Versuche gegeben haben sollte, dann hatten sie offenbar keinen Erfolg.“ Mit Friedola verliere der Altkreis Eschwege nach Ansicht Listers wohl nach Woelm, Bode, Becker und Hach sowie Simonsbrot ein weiteres großes mittelständisches Unternehmen.

An dieser Stelle müsse auch die Insolvenz der Richter Maschinenfabrik AG in Hessisch Lichtenau genannt werden. „Da blieb -seltsamerweise allerdings der Aufschrei der FWG aus“, wundert sich Lister. 

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