Rock für den Werratalsee

Fünf Bands und ein Überraschungsgast überzeugen beim Strandrock-Festival

Heizten dem Publikum richtig ein: Frontsängerin Martina Sherman und Bassist Rolf Seggelke von den „Chicago Lines“ gaben alles auf der Bühne und rissen mit ihrer super Laune auch die Gäste mit. Foto: Kaiser

Schwebda. Fünf Bands und ein Überraschungsgast rockten, punkten und bluesten am Samstagabend beim Strandrock-Festival am Werratalsee.

„Klontik“ aus Eschwege war der Opener der Veranstaltung, die um 18 Uhr am Ostufer des Werratalsees begann.

as Trio brachte das Publikum mit seiner tiefsinnigen und doch unterhaltsamen Rockmusik in Stimmung. Gitarrist und Sänger Jörg Volkenandt war begeistert vom Auftritt mit seiner Band. „Es ist super, hier zu spielen“, sagte er. Im Anschluss an „Klontik“ bekam das Publikum eine Menge Blues auf die Ohren: Ab viertel vor acht spielte die Kasseler Band „Chicago Lines“ ihre Interpretationen bekannter Songs, so zum Beispiel auch Michael Jacksons „The way you make me feel“. Frontsängerin Martina Sherman meinte schmunzelnd: „Wir haben Michael Jackson verbluest.“

Auch nach den „Chicago Lines“ ging es weiter mit Blues: Das Duo Henry Heggen und Bluesrudy gab sein Programm zum Besten. Auch als der Regen einsetzte, wurde das Programm nicht unterbrochen, das Publikum trotzte dem schlechten Wetter und nutzte die vielen kleinen Pavillons, um weiterhin zu feiern. Eine besondere Überraschung für alle war die Dudelsack-Band „Gordons Pike“ aus Witzenhausen, die als Special Act nach Bluesrudy und Henry Heggen auftraten.

Höhepunkt und Headliner des Abend war der Punkrocker T.V.-Smith, der eigentlich in allen großen Städten dieser Welt spielt. Für seinen Auftritt war der Urvater des britischen Punkrock extra nach Schwebda gekommen und sorgte beim Publikum als letzter Act für beste Stimmung und einen gelungenen Ausklang des Strandrocks.

Dank an Helfer

Organisiert wurde das kleine Festival gemeinsam vom Werratalsee Naturcamp Meinhard und dem Förderverein für aktive, umweltgerechte und naturnahe Lebensweise Meinhard. Rainer Klippert hatte seine alten Verbindungen spielen lassen, um ein tolles Line-up zu kreieren. Ohne die Unterstützung der zahlreichen freiwilligen Helfer sei das Festival nicht möglich gewesen, betonte er. Die Veranstaltung finanzierte sich aus dem Erlös von Essen und Getränken, der Gewinn soll dem Werratalsee zugute kommen. „Wir wollen aufhören zu reden und etwas tun, um Effekte zu erzielen“, gab sich Klippert entschlossen.

Der Eintritt zum Strandrock war kostenlos, um aber möglichst viel Geld für den See zu sammeln, stellte das Organisationsteam spontan noch einige Spendenboxen auf. „Wir wollen uns ja nächstes Jahr wiedersehen“, rief Klippert dem begeisterten Publikum zu.

Strandrock am Werratalsee

Von Selina Kaiser

Kommentare