Kirchen und Kurgäste im Visier des Tourismus

Kreis will Naturregion Werra-Meißner besser vermarkten

Werra-Meißner. Der Kreis will touristisch mehr aus der Naturregion Werra-Meißner herausholen.

Um das zu schaffen, gibt es für das Jahr 2016 einige kreative Ideen, berichtet Dr. Rainer Wallmann, Vize-Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Dachmarke Werratal Tourismus- und Marketing GmbH (WTMG). Barrierefreiheit sei dabei ein wichtiger Punkt, so Wallmann. „Wir haben bereits dieses Jahr in Zusammenarbeit mit den Soodener Kurklinken ein Ausflugsangebot für Kurgäste erstellt. Das soll weiter ausgebaut und beworben werden.“

Reiner Wallmann

Als Partner hat die WTMG auch die offenen Kirchen und damit eine religiös und historisch interessierte Zielgruppe im Visier. Wie ein gemeinsames Projekt aussehen könnte, ließ Wallmann vorerst offen. Fakt ist, dass der Kreis über eine Vielzahl eindrucksvoller Gotteshäuser nahe gut ausgebauter Wander- und Radrouten verfügt. Beides miteinander zu verbinden, könnte ein guter Ansatz sein. Ausgebaut werden soll auch die Pressearbeit. „2015 haben wir durch kostenfreie Reiseartikel in Magazinen einen Mediawert von über 500 000 Euro erreicht“, berichtet Wallmann stolz.

Das heißt: Die WTMG hätte werbliche Anzeigen in dieser Größenordnung schalten müssen, um eine vergleichbare Reichweite zu erlangen. Auf dem Prüfstand steht derzeit die Organisationsstruktur der WTMG, aber auch die der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) und deren Tochtergesellschaft Werratal Energie- und Umweltgesellschaft (Wege). Seit Monaten wird an einem Konzept gefeilt, wie die Arbeit effizienter gestaltet werden kann. Ob die Gesellschaften fusionieren, um beispielsweise den Verwaltungsaufwand zu verringern, ist noch unklar – ebenso ob dadurch Stellen wegfallen. Damit sich die an der WTMG beteiligten Schutzschirm-Kommunen nicht aus Geldnot zurückziehen, zahlt der Kreis auch 2016 die kommunale Umlage, wie Landrat Stefan Reuß bestätigte.

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