Werratalsee: Rettungsboot für Meinharder Feuerwehren

Endlich ein Rettungsboot: die Meinharder Feuerwehren können ihre Wasserflächen jetzt besser überblicken. Foto:  privat

Es war ein großer Tag für die Meinharder Feuerwehren. Wie Bürgermeister Gerhold Brill in seiner Begrüßung ausführte, wäre die Beschaffung eines Rettungsbootes für die Wasserflächen in Meinhard eigentlich schon längst notwendig gewesen.

Über 50 Hektar des Werratalssees stehen im Eigentum der Gemeinde. Dazu addieren sich weitere 50 Hektar Wasserfläche des Meinhardsees und rund 13 Kilometer Fluß längs der Werra. Dazu addieren sich noch eine Vielzahl von kleineren Seen. „Im Einsatzfall war unsere Feuerwehr in der Vergangenheit nicht in Lage, Hilfe zu leisten, zu der die Gemeinde gesetzlichverpflichtet ist,“ so der Bürgermeister .

Im August 2014 wurde die Gemeinde vom Landkreis aufgefordert, eine Rettungsboot für die Wasserflächen zu beschaffen. Ein neues Boot hätte runde 40 000 Euro gekostet. Nach Rücksprache beim Innenministerium in Wiesbaden wurde dann von dort ein gebrauchtes Boot der Landesfeuerwehrschule Kassel der Gemeinde angeboten. 8200 Euro hätte die Gemeinde dafür aufbringen müssen, die aber in der schwierigen finanziellen Situation der Gemeinde nicht aufzubringen waren.

Hilfesuchend hat sich dann der Bürgermeister an verschiedene Unternehmen gewand. Die Firma Oppermann, die VR-Bank Werra Meißner, das E-Werk Rohmund aus Niederhone, die Firma Heinisch und das Ingenieurbüro KMO aus Jestädt und die Firma Küllmer aus Wehretal haben dann spontan Hilfe zugesagt und die Gesamtkosten für die Bootsbeschaffung übernommen.

Die Feuerwehr Schwebda hat dann mit viel ehrenamtlichem Engagement eine Unterstellmöglichkeit in dem beengten Gerätehaus hergestellt und das Boot generalüberholt. Besonderer Dank ging hier an Axel Degenhard, der sich an vorderster Front eingebacht hat. Auch bei diesen Arbeiten fanden sich wieder Unternehmen, die geholfen haben. So hat die Firma Weideland ein neues Stützrad für den Bootstrailer, die Firma Herwig zwei neue Batterien für die Stromversorgung des Bootes und der Lions-Club Eschwege eine moderne Schwimm-Rettungshilfe zur Verfügung gestellt. In Vertretung des Landkreises überbrachte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Grüße und eine finanzielle Zuwendung des Landkreises. Er betonte in seiner Ansprache, dass die Gemeinden und Städte letztlich in der Pflicht stehen würden, ihre Feuerwehren so auszurüsten, dass sie ihre Aufgaben auch erfüllen können. Besonders gerührt waren die Eltern von Maxilmilian Lückert, dass die Feuerwehr Schwebda das Boot in Erinnerung an ihren Sohn auf Maxi getauft hat.

Kommentare